12.08.2014 • News

Kartellstrafe für Merck in Brasilien

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck ist in Brasilien zu einer Kartellbuße verurteilt worden. Die brasilianische Kartellbehörde CADE verhängte gegen Merck wegen mutmaßlicher Absprachen mit anderen Pharmafirmen zur Abwehr günstiger Nachahmermedikamente eine Strafe von umgerechnet 1,4 Mio. €. Merck sei überrascht von der Entscheidung der Kartellbehörde, erklärte das Unternehmen dazu am Dienstag auf Anfrage. Es habe nicht gegen die Gesetze verstoßen.

Laut der Kartellbehörde hatten sich im Jahr 1999 Manager von Tochterfirmen großer Pharmakonzerne getroffen. Bei dem Treffen sei es darum gegangen, den Markteintritt günstiger Generika zu verhindern. Merck erklärte dazu, dass Unternehmen habe überhaupt kein Interesse daran gehabt, den Vertrieb von Generika in Brasilien zu erschweren. Die Darmstädter begannen nach eigenen Angaben zwei Jahre nach dem Treffen selbst damit, Generika in dem südamerikanischen Land zu verkaufen.

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