31.05.2012 • News

Descartes-Preis für Apoptoseforscher Debatin

Descartes-Preis für Apoptoseforscher Debatin

Wie und warum sich Zellen „entscheiden“ zu sterben, darüber hat das internationale Forscherteam mit Prof. Dr. Klaus-Michael Debatin, dem Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm, neue Erkenntnisse gewonnen und dafür den Descartes-Preis gewonnen. Aus Untersuchungen von Ablauf und Störung des programmierten Zelltodes (Apoptose) lassen sich neue Wege für die Behandlung von Krankheiten wie Aids und Krebs ableiten. Die Preisträger fanden heraus, dass u.a. die Mitochondrien den Zelltod kontrollieren. Wird die Hülle der Mitochondrien durch verschiedene Einflüsse durchlässig, werden Proteine freigesetzt, die zum Zelltod beitragen. Dies eröffnet neue Möglichkeiten der Krebstherapie: So kann durch die genaue Untersuchung der Mitochondrien bestimmt werden, wie gut ein Leukämie-Patient auf eine Chemotherapie ansprechen wird. Die Pharmaindustrie will sich darauf konzentrieren, die gestörten Abläufe an der Mitochondrienhülle zu beeinflussen. Das Team hat außerdem Strategien entwickelt, mit denen man Tumorzellen wieder zu einem natürlichen Absterben bringt. Der Descartes-Preis wird seit sieben Jahren von der Europäischen Kommission mit einem Preisgeld von insgesamt 1 Mio. € an internationale Forscherteams verschiedener Bereiche vergeben.

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