Covestro bezieht Strom aus Offshore-Windpark vor Borkum
Covestro bezieht nun Strom aus dem Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 3 in der Nordsee.
Grundlage ist ein langfristiger Stromliefervertrag, ein sogenanntes Power Purchase Agreement (PPA), das der Werkstoffhersteller bereits im Dezember 2019 mit dem dänischen Energieversorger Ørsted geschlossen hatte. Damals war es der größte Industriekunden-Liefervertrag für Offshore-Windenergie.
Über zehn Jahre liefert Ørsted aus dem Windpark eine Kapazität von 100 MW zu einem vereinbarten Festpreis. Das entspricht einem niedrigen zweistelligen Prozentanteil des gesamten Strombedarfs von Covestro in Deutschland. Der Windstrom wird an den Produktionsstandorten von Covestro eingesetzt, vor allem zur energieintensiven Herstellung von Chlor – ein wichtiger Rohstoff für viele Produkte aus den Chemparks. Zum Vergleich: 100 MW würden ausreichen, um rund 300.000 Menschen mit Strom zu versorgen.
Frühes Investment in erneuerbaren Strom zahlt sich aus
„Als wir diesen Vertrag 2019 unterzeichneten, war eine subventionsfreie Liefervereinbarung für Offshore-Wind in dieser Größenordnung Neuland für die Industrie. Covestro nahm hier eine Pionierrolle ein. Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat uns in dieser Entscheidung bestätigt: Wer langfristig plant, schafft Verlässlichkeit bei Kosten und Klimabilanz gleichermaßen“, sagt Markus Steilemann, Vorstandsvorsitzender von Covestro.
Der Windpark Borkum Riffgrund 3 liegt in der Nordsee, rund 70 km vor der deutschen Küste, und hat eine installierte Gesamtkapazität von 913 MW. Er wurde ohne öffentliche Förderung realisiert. Als Covestro den Liefervertrag 2019 abschloss, war der Windpark noch nicht gebaut. Mit der Vertragsunterzeichnung trug das Unternehmen zur endgültigen Investitionsentscheidung für das Projekt bei und war damit der erste große Industriekunde, der ein solches Abkommen für Strom aus einem noch zu errichtenden Offshore-Windpark in Deutschland einging.
Konsequent Emissionen reduzieren
Der Strom aus Borkum Riffgrund 3 trägt dazu bei, den Anteil erneuerbarer Energien an der globalen Produktion von Covestro auf über 25% zu steigern. Neben dem Bezug erneuerbarer Energien steht auch die Steigerung der Energieeffizienz im Fokus. So hat das Unternehmen zum Beispiel kürzlich die Modernisierung seiner Anlage für das Weichschaumvorprodukt TDI in Dormagen angekündigt – eine Maßnahme, die den eigenen Energieverbrauch in Deutschland um 2% reduzieren wird.











