Chemie-Tarifrunde weiter ergebnislos
Die erste Bundesrunde für die bundesweit 585.000 Beschäftigten in der Chemie- und Pharmaindustrie in Hannover ist ohne Ergebnis auf den 23. und 24. Februar vertagt worden.

Ein konkretes Angebot legten die Arbeitgeber während der zweitägigen Gespräche nicht vor, so die Chemiegewerkschaft IGBCE. Von einem Abschluss seien beide Seiten noch weit entfernt, stellte Oliver Heinrich, der Verhandlungsführer der IGBCE, fest.
„Die Arbeitgeber sehen kaum Spielraum beim Entgelt“, kritisierte Heinrich und machte klar: „Eine Nullrunde wird es mit uns nicht geben. Die Arbeitgeber müssen sich noch deutlich bewegen.“ Wegen der hohen Inflation der vergangenen Jahre bräuchten die Beschäftigten dringend mehr Geld im Portemonnaie.
Neben einer Stärkung der Kaufkraft fordert die IGBCE in der aktuellen Tarifrunde tarifvertragliche Instrumente zur Beschäftigungssicherung.
Darüber wurde in den bisherigen Gesprächen intensiv diskutiert. „Wir haben klar gemacht, dass wir Sicherheit vermitteln wollen und klare, verbindliche Zusagen für die Beschäftigten brauchen. Unser Anspruch sollte sein: Tarif bedeutet Sicherheit“, sagte Heinrich. Er forderte: „Die Arbeitgeber müssen uns nicht länger erzählen, was alles nicht geht, sondern mit uns gemeinsam erarbeiten, was möglich ist.“
Am Ende der Verhandlungen müsse ein Gesamtpaket stehen, das auf die Zukunft der Branche einzahle und allen gerecht werde, so Heinrich. Denn auch wenn Teile der Branche unter Druck stünden, sei die Lage sehr gemischt. In vielen Betrieben, etwa im Pharma-Bereich, laufe es sehr gut.
Am 23. und 24. Februar setzen IGBCE und Arbeitgeber ihre Gespräche in Wiesbaden fort. Der aktuelle Tarifvertrag läuft Ende Februar aus.












