24.06.2026 • News

„Allianz Wasserstraße“ stärkt die Position von Binnenhäfen und -schifffahrt

Initiative setzt auf mehr Gleichberechtigung unter den Verkehrsträgern

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Obere Reihe von links: Steffen Bauer, CEO, HGK-Gruppe, und Markus Bangen, Vorstandsvorsitzender Duisburger Hafen (Duisport). Untere Reihe von links: Michael de Reese, CEO, Rhenus Port Logistics, und Thomas Bogler, Mitglied des Verwaltungsrats, Viking Cruises. Sie unterzeichneten am 15. Juni 2026 in Duisburg die Gründungsdokumente der „Allianz Wasserstraße“.
© Duisport, Marco Stepniak

Die „Allianz Wasserstraße“ wurde am 15. Juni 2026 von den Gesellschaften Duisburger Hafen, Häfen und Güterverkehr Köln (HGK), von Rhenus Logistics sowie Viking Cruises gegründet. Zu den Unterzeichnern des Dokuments zählen Markus Bangen (Duisport), Steffen Bauer (HGK), Michael de Reese (Rhenus Logistics) und Thomas Bogler (Viking).

Mit der Allianz bündeln die Akteure der deutschen Binnenhäfen und -schifffahrt ihre Expertise und ihr wirtschaftliches Gewicht, um die Wasserstraße als zentrale Säule für Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und klimafreundliche Logistikketten zu stärken. Ziel ist es, den strategischen Vorteil leistungsfähiger Wasserstraßen langfristig zu sichern – durch eine stringente Interessenvertretung und konkrete Lösungsangebote für eine robuste, leistungsfähige Infrastruktur.

Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, betont im Kontext der Allianz-Gründung: „Wasserstraßen und Binnenhäfen leisten einen enorm wichtigen Beitrag für die Versorgung der Menschen und die Logistik der Wirtschaft. Eine gut funktionierende Binnenschifffahrt ist von zentraler Bedeutung für die industrielle Zukunft Nordrhein-Westfalens und ihr Potenzial ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Ich begrüße sehr, dass mit der ‚Allianz Wasserstraße‘ eine innovative Partnerschaft führender Akteure entstanden ist, deren Ziel es ist, die Bedeutung der Binnenschifffahrt weiter zu stärken und zu fördern.“

Ergänzend kommentiert Claudia Elif Stutz, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr: „Die Gründung der ‚Allianz Wasserstraße‘ unterstreicht die hohe Bedeutung eines leistungsfähigen Systems Wasserstraße-Schiff-Hafen als Grundvoraussetzung für resiliente, klimafreundliche Lieferketten und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Industriestandorts. Der gezielte Substanzerhalt der bestehenden Wasserstraßeninfrastruktur muss dabei ebenso im Fokus stehen wie die Transformation der Binnenschifffahrt. Die Allianz bündelt wichtige Kräfte aus Wirtschaft und Praxis, um die Bedeutung der Wasserstraße im Verkehrssystem nachhaltig zu stärken.“

Die Allianz wird die verkehrspolitische Relevanz der Wasserstraße in Politik und Öffentlichkeit stärken. Unerlässlich dafür ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine leistungsfähige und verlässliche Infrastruktur. Ebenso im Fokus stehen IT-Themen, um mittels Digitalisierung Transportketten zu optimieren und dem Fachkräftemangel wirksam zu begegnen. Zusätzlich arbeitet die Initiative an der Skalierung klimafreundlicher Transporte und der Effizienzsteigerung in den Verkehrsströmen.

Ab sofort treibt die Allianz den Austausch mit Verbänden und Organisationen entlang der gesamten Lieferkette voran, damit dank abgestimmter Positionen das Zusammenspiel der Verkehrsträger gestärkt wird. Zudem sucht sie aktiv den Dialog mit Industriekunden und Zivilgesellschaft für ein breiteres Meinungsbild und die Koordination der Branchenwünsche.

Mit diesem Anspruch versteht sich die Allianz nicht als Gegenmodell, sondern als Ergänzung bestehender Verbandsstrukturen. Sie bietet einen zusätzlichen Rahmen für Austausch und Umsetzung, öffnet bewusst die Tür für Verbände und adressiert die relevanten Fragen gemeinsam. Dabei tritt sie kraftvoll und einheitlich gegenüber politischen Entscheidungsträgern im Bund und in Europa auf, um der Wasserstraße die Sichtbarkeit und Priorität zu verschaffen, die ihrer strategischen Bedeutung entspricht.

Die Initiatoren werden nach der Gründung die formelle Ausgestaltung der Allianz weiter vorantreiben und abstimmen. Die Kooperation steht allen an verkehrsträgerübergreifenden Transportketten beteiligten Unternehmen offen, insbesondere Industrie- und Handelsunternehmen als Verladern sowie relevanten Verbänden, Umwelt- und Branchenorganisationen und zivilgesellschaftlichen Gruppen. Ziel ist eine breit verankerte, wirtschaftsorientierte Plattform, die auf nationaler und europäischer Ebene wirkungsvoll Einfluss nimmt und so die Zukunft des Systems Wasserstraße nachhaltig mitgestaltet.

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