12.05.2015 • News

ABF, Messer und IJsfabriek Strombeek bauen CO2-Rückgewinnung im Hafen von Gent

In Zusammenarbeit mit der Bioraffinerie Alco Bio Fuel (ABF) wollen die Industriegasehersteller Messer und das belgische Gaseunternehmen IJs-fabriek Strombeek zur Reduzierung der CO2-Emissionen in Belgien beitragen. Gemeinsam investieren sie am Standort von Alco Bio Fuel im Hafen von Gent 15 Mio. EUR in eine neue Kohlendioxid-Rückgewinnungsanlage. Die neue Anlage soll in etwas mehr als einem Jahr, im Sommer 2016, in Betrieb gehen und dann die umweltfreundliche Rückgewinnung und Aufbereitung von rund 100.000 t CO2 pro Jahr übernehmen.

Dieses CO2 wird am Standort von ABF bei der Bioethanolgewinnung aus Biomasse freigesetzt. Biomasse wird unter anderem als Energiequelle für die Gewinnung von Elektrizität und Biokraftstoff genutzt. Das in der neuen Anlage aufbereitete CO2 kann in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, bei der Wasseraufbereitung, für Kühltransporte oder als chemischer Rohstoff weiterverwertet werden.

100.000 t weniger CO2-Emissionen pro Jahr
Die beteiligten Unternehmen werden in die neue Anlage im Hafen von Gent gemeinsam 15 Mio. EUR investieren. Ziel ist es, das bei der Ethanolgärung freigesetzte CO2-Gas rückzugewinnen, aufzubereiten und zu verflüssigen. Auf diese Weise werden die CO2-Emissionen um 100.000 t pro Jahr reduziert. Wenn man diese bei der Stromerzeugung mit fossilen Brennstoffen freigesetzte CO2-Menge mit Sonnenkollektoren einsparen wollte, würde man eine Fläche von 2 Mio. m2 benötigen. Durch die Rückgewinnung verbessert ABF nicht nur die CO2-Bilanz der Bioethanolgewinnung, sondern vergrößert auch noch erheblich seine Produktpalette.

Dies ist nicht die erste Initiative von Messer Benelux und IJsfabriek Strombeek in diesem Bereich: Vor fünf Jahren haben die beiden Gasehersteller bereits in eine CO2-Rückgewinnungsanlage am Standort von Ineos in Zwijndrecht investiert. Auch dort werden pro Jahr 100.000 t CO2 aufbereitet.

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