02.02.2010 • News

Verluste in der Petrochemie

Total hat im 3. Quartal den Gewinnrückgang eindämmen können. Der Ölpreis sei wieder gestiegen, begründete Konzernchef Christophe de Margerie die Entwicklung. Gleichzeitig greife das Sparprogramm. Allerdings, so schränkte er ein, lägen die Gaspreise weiter am Boden und die Margen im Raffineriegeschäft seien sehr niedrig. In diesem Umfeld verdiente Total von Juli bis September unterm Strich 1,9 Mrd. € - zwar 37 % weniger als vor einem Jahr. Im 2. Quartal hatte der Konzern aber noch mehr als die Hälfte seines Gewinns eingebüßt. Der Umsatz von Total sank binnen eines Jahres um 31 % auf 33,6 Mrd. €. Bei Exxon Mobil schmolz der Überschuss von 14,8 auf 4,7 Mrd. US-$ zusammen, wie das Unternehmen mitteilte. Dies entspricht einem Minus 68 %. Im Vorjahr hatte der US-Konzern einen geringfügigen außerordentlichen Gewinn verbucht. Mit einem Ausblick hielt sich das Unternehmen aber zurück. Royal Dutch Shell-Chef Peter Voser sagte, dass es zwar Anzeichen gebe, dass die Energienachfrage wieder anzieht, eine rasche Erholung sei aber nicht zu erwarten. Bei dem britisch-niederländischen Konzern war im
3. Quartal der Gewinn um 73 % auf 3 Mrd. US-$ eingebrochen. Auch der italienische Energiekonzern Eni zeichnete ein eher düsteres Bild. Der Konzern, der beim Überschuss einen Rückgang von 58 % vermeldete, senkte seine Produktionsziele für das laufende Jahr. Seinen Sparkurs verschärfen muss auch der US-Konkurrent ConocoPhillips. In den kommenden zwei Jahren will das Unternehmen aus Texas Vermögenswerte in Höhe von 10 Mrd. US-$ verkaufen.

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