27.01.2026 • News

VCI zum Handelsabkommen zwischen der EU und Indien

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) begrüßt das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien. Für die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie eröffnet ein solches Abkommen bessere Exportchancen, mehr Wertschöpfung und robustere Lieferketten.

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VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup
© VCI

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup kommentiert: „Das Freihandelsabkommen mit Indien ist ein Meilenstein für Europas Industrie und resilientere Lieferketten. Für die Chemie- und Pharmabranche wird damit der Zugang zu einem der zentralen Wachstumsmärkte der kommenden Jahrzehnte strategisch gestärkt. Die Kommission hat damit ihre Hausaufgaben gemacht. Sie setzt damit ein wichtiges Zeichen, in der Handelspolitik auf Partnerschaften zu setzen. Nun müssen der Europäische Rat und das Europäische Parlament das Abkommen in trockene Tücher bringen. Ein Drama wie beim EU-Mercosur-Abkommen darf sich nicht wiederholen.“

Der Handel mit Indien hat in den vergangenen Jahren spürbar an Bedeutung gewonnen. Trotz noch vergleichsweise geringer Volumina ist das Land ein Partner mit großem Potenzial: eine dynamisch wachsende Wirtschaft, eine junge Bevölkerung und eine steigende Nachfrage nach hochwertigen Produkten und Dienstleistungen.

Fakten Deutschland-Indien

Insgesamt exportierte die deutsche chemisch-pharmazeutische Industrie im Jahr 2024 Waren im Wert von 2,6 Mrd. EUR nach Indien (Chemie 2,2 Mrd. EUR, Pharma 380 Mio. EUR).

Deutschland importierte 2024 chemisch-pharmazeutische Waren aus Indien im Wert von 2,8 Mrd. EUR (Chemie 1,4 Mrd. EUR, Pharma 1,4 Mrd. EUR).

Der Handel der deutschen chemisch-pharmazeutischen Industrie mit Indien nimmt derzeit im Vergleich zu den Austauschbeziehungen mit der Europäischen Union und dem übrigen Ausland eine untergeordnete Bedeutung ein: Sowohl bei Exporten als auch bei Importen liegt der Anteil Indiens bei unter 2%, während die EU und andere Regionen jeweils über 40 – 50% ausmachen.

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