03.05.2013 • News

US-Pharmakonzern Merck senkt Jahresziele

Der US-Pharmariese Merck & Co hat nach einem schwachen Jahresstart seine Geschäftsprognose gekürzt. Vor allem bei den in der Vergangenheit gut laufenden Mitteln gegen Asthma und Diabetes gibt es mittlerweile Probleme. Analysten sagten, Rückschläge im Verkauf und bei mehreren Tests für neue Produkte seien für Investoren ein Anlass zur Sorge. An der Wall Street fielen Merck-Aktien daraufhin um 2,4%.

Das Unternehmen teilte am Mittwoch mit, im Gesamtjahr 2013 nur noch mit einem um Sonderfaktoren bereinigten Ergebnis von 3,45 bis 3,55 US-$ je Aktie zu rechnen. Bisher hatte das Management den Investoren an der Börse 3,60 bis 3,70 US-$ pro Anteilsschein in Aussicht gestellt.

Die schärfere Konkurrenz durch Nachahmer-Produkte erschwert den Absatz des Asthma-Mittels Singulair. Der Merck-Umsatz mit diesem Produkt brach um drei Viertel ein. Es war lange das wichtigste Medikament des Unternehmens mit einem Jahresumsatz von 6 Mrd. US-$. Mittlerweile hat Merck aber das Patent verloren. Nun wird der Markt seit August mit billigeren Generika geflutet. Außerdem gingen die Erlöse mit dem Diabetesmittel Januvia überraschend um 4% zurück. Es ist eigentlich seit Jahren eines der am schnellsten wachsenden Umsatzbringer für die Amerikaner.

Der Überschuss im ersten Quartal 2013 fiel dadurch insgesamt auf 1,59 (Vorjahr: 1,74) Mrd. US-$. Der Umsatz sank um 9% auf 10,7 Mrd. US-$.

 

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