10.12.2015 • News

STADA will argentinischen Generika-Herstellers Vannier kaufen

STADA und die Tochtergesellschaft BEPHA Beteiligungsgesellschaft für Pharmawerte haben gestern einen Vertrag zum Kauf des argentinischen Generika-Herstellers Laboratorio Vannier unterzeichnet.

Der Kaufpreis, der eine kleinere erfolgsabhängige Komponente enthält, beträgt maximal 13,0 Mio. USD (nach gegenwärtigem Wechselkurs circa 11,9 Mio. EUR) in bar. Der Verkäufer ist eine Privatperson. Vannier mit Sitz in Buenos Aires wurde 1992 gegründet und erzielte im Geschäftsjahr September 2014 bis August 2015 einen Umsatz von 72,0 Mio. ARS (circa 7,0 Mio. EUR), was einem Wachstum von 43% gegenüber dem Vorjahr in lokaler argentinischer Währung entspricht. Die Gesellschaft verfügt über eine gemäß lokalem Standard GMP-zertifizierte Produktion und beschäftigt zurzeit 88 Mitarbeiter. Vannier vertreibt seine Produkte in wenig preisregulierten Nischen, überwiegend im Bereich ZNS (Erkrankungen des Zentralnervensystems), Kardiologie und Diabetes.

Neben der Neueinführung von Präparaten aus der Pipeline von Vannier plant STADA auch die Einführung von Produkten aus der eigenen Pipeline. „Zudem wird die Nutzung des Netzwerks, der Produktion und der Vertriebsstärke von Vannier für Markenprodukte (OTC) aus dem STADA-Portfolio angestrebt“, sagt der unter anderem für Unternehmensentwicklung und die Integration von Vannier zuständige Vorstand Dr. Matthias Wiedenfels.

„Durch den Kauf von Vannier stärken wir unser Generika-Segment in einem Schwellenland, das nach der aktuellen Krise wieder Wachstumspotenzial aufweisen wird. Darüber hinaus erwerben wir damit eine Gesellschaft, die selbst in der Krise noch deutlich profitabel war und die am erwarteten Aufschwung der Wirtschaft partizipieren wird“, so Vorstandsvorsitzender Hartmut Retzlaff.

Der Vollzug des Erwerbs ist für Anfang Januar 2016 vorgesehen.

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