14.09.2026 • News

Renolit investiert in Rohstoffaufbereitung am Standort Worms

Am Hauptsitz von Renolit in Worms schreiten die Bauarbeiten für eine neue Anlage zur Mischung der Rezepturen im Rahmen der Rohstoffaufbereitung, die sogenannte „Mischerei“, planmäßig voran.

Die Erdarbeiten für das Projekt haben im Februar dieses Jahres begonnen, derzeit werden die Betonfertigteile aufgebaut. Mit einem geplanten Investitionsvolumen von 56 Mio. EUR stärkt das Familienunternehmen die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Wormser Renolit Standortes nachhaltig und modernisiert langfristig die Infrastruktur vor Ort.

Die Mischerei spielt eine Schlüsselrolle in der Fertigung: Hier werden die verschiedenen Rohstoffe – wie Kunststoffe, Farbpigmente und weitere Zusatzstoffe – exakt nach Rezeptur abgewogen und miteinander vermengt. Das fertige Gemisch ist das unverzichtbare Ausgangsmaterial für die Herstellung der hochwertigen Renolit-Kunststofffolien in den anschließenden Produktionsschritten.

„Mit dieser Investition sichern wir die langfristige Leistungsfähigkeit unseres Stammwerks in Worms“, erklärt Michael Bätz, Werkleiter am Hauptsitz von Renolit. „Die neue Anlage ermöglicht es uns, unsere Produktionsprozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeitenden durch moderne Ergonomie- und Logistikkonzepte spürbar zu verbessern. Zudem investieren wir gezielt in umweltschonende Technologien.“

Neben der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit durch einen hohen Automatisierungsgrad ist ein wichtiger Aspekt der Modernisierung die Entlastung der Mitarbeitenden im Arbeitsalltag. Künftig übernehmen automatische, selbstfahrende Transportfahrzeuge den Transport der schweren Materialbehälter, wodurch sich die körperliche Belastung für die Belegschaft erheblich verringert. Das neue Gebäude erstreckt sich über mehrere Stockwerke. Ein geschlossener Verbindungstunnel aus Stahl verbindet die neue Mischerei direkt mit der bestehenden Produktionshalle, in der die Kunststofffolien hergestellt werden. Durch diesen Tunnel können die Transportfahrzeuge die Materialien wettergeschützt und vollautomatisch hin- und herbewegen.

Auch im Inneren der neuen Mischerei kommt modernste, leicht zu bedienende Technik zum Einsatz. Für die Lagerung der Rohstoffe stehen zunächst acht große Lagersilos im Außenbereich bereit. Bei Bedarf kann die Kapazität auf bis zu 16 Silos erhöht werden. Um die verschiedenen Rohstoffe exakt abzumessen, werden 37 automatische Wiegestationen installiert. Eine Spezialanlage stellt zudem sicher, dass auch Kleinstmengen wie Farbpigmente grammgenau beigemischt werden. Sechs große Mischstationen sowie ein modernes, computergestütztes Steuerungssystem gewährleisten einen reibungslosen und sicheren Produktionsablauf.

Bei der Planung wurden auch ökologische Kriterien berücksichtigt. So wird das Gebäude beispielsweise über Wärmepumpen beheizt. Bei den Containermischern kommt eine neue, wartungsärmere Antriebstechnik zum Einsatz, die eine effizientere Kühlung ermöglicht und die Geräuschentwicklung im Betrieb reduziert. Zudem wird durch bauliche Maßnahmen zur Medienrückhaltung sichergestellt, dass keine Produkte in die Umwelt austreten können.

Nach dem Baustart im Februar dieses Jahres soll der Rohbau des Gebäudes bis Dezember 2026 fertiggestellt sein. Der Einbau der neuen Anlagentechnik beginnt im November 2026 und erfolgt parallel zum weiteren Gebäudeausbau. Die Inbetriebnahme der neuen Dosieranlage ist für Juni 2027 vorgesehen. „Mit diesem anspruchsvollen Projekt stellt Renolit die Weichen für eine langfristig effiziente und umweltschonende Produktion direkt hier am Standort Worms“, fasst Dr. Michael Bätz zusammen.

Die Bauarbeiten für die neue Mischerei am Renolit Hauptsitz in Worms schreiten...
Die Bauarbeiten für die neue Mischerei am Renolit Hauptsitz in Worms schreiten planmäßig voran.
© Renolit

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67547 Worms
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