Rechenzentren treiben Wasserbedarf nach oben
Industrielle Kühlprozesse gehören zu den größten Wasserverbrauchern. Dazu zählen inzwischen auch Rechenzentren.

Europa erlebt einen Sommer der Extreme. Rhein und Donau haben historische Tiefststände erreicht. Wassernutzungsbeschränkungen wurden daher in vielen Ländern eingeführt. Die Dürre ist so schwerwiegend, dass sie das Wirtschaftswachstum gefährdet. Gleichzeitig wächst im Hintergrund eine Entwicklung, über die bislang kaum gesprochen wird: der Wasserhunger der künstlichen Intelligenz. Mit jeder neuen KI-Anwendung entstehen weltweit leistungsfähigere Rechenzentren. Was viele übersehen: Nicht der Strom allein ist die Herausforderung, sondern die damit einhergehende Notwendigkeit der Kühlung, welche immer stärker mit Wasser als effizientestem Kühlmittel umgesetzt wird.
Die Folge: Allein US-Rechenzentren verbrauchten 2023 rund 65,9 Mrd. l Wasser. Experten rechnen damit, dass sich dieser Bedarf bis 2028 auf das Zwei- bis Vierfache erhöhen könnte. Das eingesetzte Kühlwasser wird häufig mit umweltgefährdenden Bioziden zur Gefahrenabwehr in Verbindung mit chemischen Additiven behandelt, wodurch behandlungsbedürftige Abwasserqualitäten die Folge sind. Der weltweite Ausbau von KI steht erst am Anfang. Neue Rechenzentren entstehen in Rekordtempo – auch in Europa. Parallel verschärfen Klimawandel und Trockenperioden den Druck auf Wasserressourcen.
„Künstliche Intelligenz darf nicht dazu führen, dass Wasser zum Kollateralschaden der Digitalisierung wird“, sagt Lars Havighorst, CEO von Blue Activity. Das Heidelberger Cleantech-Unternehmen hat eine patentangemeldete Technologie entwickelt, die zu 100% auf klassische Kühlwasserchemie verzichtet. Statt Biozide einzusetzen, nutzt Blue Activity die Kraft der Natur, um eine hohe Wasserqualität zu sichern: Funktionale Mikroorganismen reinigen sehr effizient die Kühlsysteme 24/7, ergänzt durch biopolymere Additive zum Management von Härteausfällungen und zum Korrosionsschutz. Die vollständig biologisch abbaubaren Konditionierungsmittel halten Kühlkreisläufe sauber, reduzieren den Ressourceneinsatz (Wasser) und sorgen dafür, dass Wasser möglichst unbelastet in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden kann.
Die Digitalisierung der Zukunft braucht nicht nur grüne Energie. Sie braucht auch einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser. Die Technologie des Unternehmens bietet hierfür einen neuen Ansatz.
Blue Activity sucht Betreiber von Hyperscale-Rechenzentren, die gemeinsam zeigen wollen, dass Digitalisierung und Ressourcenschutz kein Widerspruch sein müssen. Weitere Partner werden auch im Bereich Industrieparkbetreiber, Raffinerien, Chemie- sowie Stahlwerke gesucht.











