13.09.2010 • News

Nachgefragt: Per Mausklick zum nachhaltigen Produkt

Prof. Dr. Andreas Künkel, Leiter Forschung Biopolymere, BASF SE, Ludwigshafen
Prof. Dr. Andreas Künkel, Leiter Forschung Biopolymere, BASF SE, Ludwigshafen

Das Online-Werkzeug Ecovio Eco-Efficiency Compass (E³C) der BASF bündelt die relevanten Daten zur Herstellung und Entsorgung ausgewählter Kunststoffprodukte - Ergebnisse vieler ausführlicher Ökoeffizienz-Analysen - unter einer Oberfläche. So lassen sich schnell verschiedene Parameter durchspielen, die für die ökologische Beurteilung des Produkts maßgeblich sind. Dr. Birgit Megges hinterfragte diese Entwicklung bei Prof. Andreas Künkel, Leiter Forschung Biopolymere der BASF.

CHEManager: Herr Prof. Künkel, welche Strategie steckt hinter der Entwicklung des Ecovio Eco-Efficiency Compass? Spielt dabei der heutige Trend zur Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle?

Prof. A. Künkel: Der Trend zur Nachhaltigkeit spielt in der Tat eine sehr wichtige Rolle für diese Entwicklung. Kunden und Konsumenten wollen heute verstehen, was Nachhaltigkeit bedeutet und welchen Beitrag z.B. biologisch abbaubare Kunststoffe hier leisten.

Welche Vorteile bietet E³C gegenüber einer herkömmlichen Ökoeffizienz-Analyse?

Prof. A. Künkel: Der Vorteil liegt in der Anschaulichkeit, der schnellen Analyse und der Möglichkeit, verschiedene Varianten miteinander zu kombinieren. Spezifische Fragestellungen der Kunden können berücksichtigt werden.

Wer kann von diesem Online-Werkzeug profitieren?

Prof. A. Künkel: Kunden der BASF, aber auch Entscheidungsträger in Politik und Verbänden. Unser Anliegen ist es, die Diskussion zu versachlichen.

Bisher ist das Tool auf die Einschätzung der Ökoeffizienz von Tragetaschen und Schaumstoffschalen zugeschnitten. Wie sieht eine mögliche Weiterentwicklung aus?

Prof. A. Künkel: Momentan bauen wir als weitere Applikationen Papierbeschichtung und Schrumpffolien in den Manager ein. Das Online Werkzeug ist als langfristiges Instrument angelegt, in dem alle relevanten Entwicklungen im dynamischen Markt der biologisch abbaubaren Kunststoffe einfließen werden.

 

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