04.06.2012 • News

Merck verlagert Verwaltungsstellen nach Osteuropa

Der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck will im Zuge seines Sparprogramms rund 200 Verwaltungsstellen von der Firmenzentrale in Darmstadt nach Osteuropa verlagern. Dabei gehe es um Stellen in der Buchhaltung und in der Finanzdienstleistung, die zur Einheit Merck Shared Services Europe (MSSE) gehörten, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Entsprechende Pläne für eine Verlagerung der Stellen ab 2013 wurden im Mai vorgestellt.

Merck-Chef Dr. Karl-Ludwig Kley hat ein umfassendes Sparprogramm in allen Weltregionen eingeleitet. Aktuell wird Land für Land mit dem Management und Arbeitnehmervertretern über die Einschnitte vor Ort verhandelt. Allein in der Pharmasparte Merck Serono sollen ab 2014 pro Jahr 300 Mio. € eingespart werden. Dabei soll die Zentrale der Schweizer Tochter Serono in Genf geschlossen und ein Großteil der Arbeitsplätze gestrichen oder verlagert werden. Die genaue Zahl, wie viele der weltweit gut 40.000 Konzern-Beschäftigten am Ende gehen müssen, ist noch nicht bekannt.

Merck hat zum Jahresauftakt einen herben Gewinneinbruch verzeichnet. Der Überschuss brach im 1. Quartal um 48,7 % auf 176,6 Mio. € ein. Der operative Gewinn (EBITDA)  sank binnen Jahresfrist um 8,4 % auf 674,9 Mio. €. Den Umsatz erhöhte sich dagegen im Zeitraum Januar bis Ende März leicht um 3,2 % auf 2,6 Mrd. €.

„Dieses Jahr wird unser Fokus darauf liegen, gute operative Zahlen zu erwirtschaften und zugleich unsere Kostenstrukturen an das Niveau unserer Wettbewerber anzunähern", erklärte Kley. Für das Gesamtjahr 2012 stellte er einen Umsatz von rund 10,5 Mrd. € in Aussicht sowie ein um Sondereinflüsse bereinigtes Ergebnis (EBITDA) von 2,8 bis 2,9 Mrd. €.

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