Meraxis übernimmt Prüflabore von Rehau
Der Schweizer Kunststoffdistributor Meraxis erweitert sein Serviceportfolio und bietet ab Januar 2026 umfassende Labordienstleistungen für die Kunststoffindustrie an.

Der Schweizer Distributor, selbst Teil der Rehau-Gruppe, hatte im Oktober die Übernahme des Rehau-Compoundier-Werks in Velen (Nordrhein-Westfalen) zum 1. Januar 2026 bekanntgegeben. Jetzt erweitert Meraxis sein Serviceportfolio und bietet ab Januar 2026 umfassende Labordienstleistungen für die Kunststoffindustrie an. Das Unternehmen übernimmt die akkreditierten Prüflabore aus der Rehau Group. Meraxis erweitert damit sein Portfolio um unabhängige und international vergleichbare Prüfdienstleistungen.
Der Laborverbund am Standort Rehau umfasst mehr als 500 etablierte Prüfverfahren, davon 64 akkreditierte Methoden. Insgesamt werden sechs Kernbereiche abgedeckt: chemische Analytik, physikalisch-mechanische Prüfungen, Compoundierung und Probekörperherstellung, Bewitterungs- und Klimaprüfungen, Mikroskopie sowie Oberflächencharakterisierung. „Wir unterstützen Kunststoffverarbeiter, die unter hohem Zeit- und Kostendruck stehen, neue Materialien schneller zu qualifizieren. Indem wir Beratung, Materialbeschaffung und -herstellung sowie begleitende Materialprüfungen verzahnen, können wir den Weg von der Idee zum fertigen Produkt deutlich effizienter gestalten“, sagt Dr. Stefan Girschik, Chief Executive Officer bei Meraxis.
Das Laborportfolio deckt die gesamte Kette von der Rohstoffcharakterisierung bis zur Produktqualifizierung ab. Auf rund 1.250 m² Laborfläche entwickelt das erfahrene Team Rezepturen, charakterisiert Materialien und prüft Bauteile. Dazu zählen Erstbemusterungen für die Automobilindustrie sowie anwendungstechnische Prüfungen von Möbeloberflächen oder Industrieprodukten. Je nach Bedarf erfolgen Prüfungen sowohl an standardisierten Probekörpern als auch an realen Bauteilen oder Funktionsmustern, zum Beispiel im Rahmen von Freigaben oder Praxistests.
Umfassende Prüfmethoden und anerkannte Standards
Die Labore prüfen gemäß internationaler Normen sowie nach Kundenanforderungen, zum Beispiel von führenden Automobilherstellern wie der VW-Gruppe, Stellantis oder Mercedes-Benz Group, Industriepartnern oder Rohstofflieferanten. Dazu gehören unter anderem mechanische Tests (z.B. Zugfestigkeit, Schlagzähigkeit), thermische Prüfungen (z.B. VICAT, Klimawechseltests), chemische Analysen sowie Alterungs- und Medienbeständigkeitstests. Die Prüfergebnisse können direkt in OEM-Zulassungsprozesse eingebracht werden, da die Labore gemäß relevanter Qualitätssicherungsanforderungen (DIN EN ISO 17025:2018) arbeiten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der normgerechten Prüfung von Rezyklaten, Kompositen und Kunststoffen. Damit unterstützt Meraxis Kunststoffverarbeiter dabei, Neuware durch Rezyklate zu ersetzen, ohne Abstriche bei Qualität oder Prozesssicherheit zu machen.
„Das Labor ergänzt das Full-Service-Portfolio von Meraxis ideal. Wir bringen unabhängige Prüfkompetenz und mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung als akkreditiertes Prüflabor ein“, sagt Dr. Dominic Tilgner, Director Advanced Materials and Applications bei Meraxis. „Gemeinsam bieten wir Kundinnen und Kunden eine effiziente, normgerechte Qualifizierung von Kunststoffen, Compounds, Rezyklaten und beschichteten Bauteilen.“


Anbieter
Meraxis AGWorbstrasse 50
3074 Muri bei Bern
Schweiz
Meist gelesen

Michael Kopecky neuer Global Head of Tank Container bei Leschaco
Michael Kopecky wird bei Leschaco ab dem 1. Juli 2025 die Rolle des Global Head of Tank Container übernehmen.

Ratcliffe: Chemieindustrie in Europa am Kipppunkt
Ineos-Chef Ineos fordert europäische Politik auf, Chemieindustrie zu retten.

CHEManager Mediadaten 2026
Das Leitmedium für Chemie und Pharma. Unsere aktuellen Mediadaten stehen für Sie zum Download bereit.

Dow schließt Anlagen in Schkopau und Böhlen
Dow Chemical hat die endgültige Schließung von drei Upstream-Anlagen in Europa - zwei in Deutschland und eine in Großbritannien - angekündigt.

Ineos schließt zwei Produktionsstätten in Rheinberg
Ineos hat die Absicht bestätigt, zwei Produktionsanlagen in Rheinberg im Ruhrgebiet zu schließen. Die Schließungen seien die Konsequenz hoher Kosten.





