28.11.2012 • News

Maschinenbauer wollen trotz Krise nichts von Entlassungen wissen

Der deutsche Maschinenbau wird trotz der nachlassenden Konjunktur im kommenden Jahr keine Mitarbeiter entlassen. "Die meisten Unternehmen der Branche verfügen über einen Baukasten von Flexibilisierungswerkzeugen, der es ermöglicht, Konjunkturschwankungen ohne Abbau von Arbeitsplätzen zu durchstehen", sagte Josef Trischler, Mitglied der Hauptgeschäftsführung im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), der "Wirtschaftswoche". Derzeit reichten die Aufträge im deutschen Maschinenbau aus, um die Fertigung für sechs Monate auszulasten. "Wir gehen nicht davon aus, dass die Arbeitszeitkonten in diesem oder im kommenden Jahr in Anspruch genommen werden." Mit knapp einer Million Beschäftigten ist die Branche nach eigenen Angaben der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland. Zwar haben auch die Maschinenbauer in den vergangenen Monaten mit einem schwächeren Bestellvolumen der Kunden zu kämpfen. Die Hersteller profitieren aber von den gut gefüllten Auftragsbüchern aus dem vergangenen Jahr. Zu Unternehmen in der Branche zählen neben zahlreichen Mittelständlern auch börsennotierte Konzerne wie ThyssenKrupp, Gildemeister oder Gea. Die Maschinenbauer profitieren von ihrer hohen Exportquote und den florierenden Geschäften in Asien. China ist bereits seit Jahren der größte Auslandsmarkt der Branche. Eine schwächere Nachfrage von Kunden in den von der Schuldenkrise gebeutelten Staaten Südeuropas können die Firmen so wettmachen. In den vergangenen zehn Jahren ist die Exportquote von 68 Prozent auf rund 75 % gestiegen.

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