27.11.2017 • NewsK+SBUNDDr. Burkhard Lohr

K+S und BUND einigen sich auf Vergleich

K+S und der BUND haben sich nach intensiven Gesprächen auf Vorstandsebene auf einen Vergleich verständigt. K+S verzichtet – eine normale Wasserführung der Werra vorausgesetzt – auf bis zu 1 Mio. m3 des für die kommenden vier Jahre genehmigten Versenkvolumens und wird auch nach Auslaufen der bis Ende 2021 geltenden Genehmigung keinen neuen Versenkantrag mehr stellen. Im Gegenzug zieht der BUND seine Klage und den darauf gestützten Eilantrag gegen die bestehende Versenkerlaubnis zurück.

„Wir sind überzeugt, dass Umweltschutz und Wertschöpfung in der heimischen Rohstoffindustrie miteinander vereinbar sind“, sagt Dr. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender der K+S. „Wir werden die Umweltauswirkungen der Kaliproduktion weiter vermindern und zugleich die wirtschaftliche Nutzung unserer Lagerstätten im Werra-Kalirevier, mit der weit mehr als 4.000 Arbeitsplätze verbunden sind, erfolgreich fortsetzen. Ich bin sehr froh, dass wir für beides in dem Vergleich mit dem BUND eine tragfähige Lösung gefunden haben.“

K+S erhält mit der Rücknahme von Klage und Eilantrag durch den BUND Rechtssicherheit für die bestehende Versenkerlaubnis und wird im Gegenzug ab 2018 bis zum Auslaufen der aktuell genehmigten Versenkung Ende 2021 einen erheblichen Teil des erlaubten Versenkvolumens nicht ausschöpfen.

Mit dem geschlossenen Vergleich legen die Beteiligten auch die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit. Künftig sollen gerichtliche Auseinandersetzungen möglichst vermieden werden. K+S und BUND wollen etwaige Streitpunkte einvernehmlich unter Berücksichtigung der gegenseitigen Interessen ausräumen. Dazu soll auch der Dialog intensiviert werden. „Die mit dem BUND geführten Gespräche“, so Dr. Lohr zusammenfassend, „haben in einer sehr vertrauensvollen Atmosphäre stattgefunden.“

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