06.08.2013 • News

K+S kippt Prognose für das Jahr 2013

Die Ankündigung der russischen Uralkali, aus der gemeinsam mit der weißrussischen Belaruskali betriebenen Vertriebsorganisation BPC auszutreten und ihre eigene Kaliproduktion unter Inkaufnahme von Preisrückgängen auszuweiten, hat weltweit innerhalb weniger Tage mehr als 15 Mrd. € Börsenwerte vernichtet und zu einer erheblichen Unsicherheit über die weitere Mengen- und Preisentwicklung im Markt für Kalidüngemittel geführt. K+S lässt vor diesem Hintergrund Vorsicht walten und hat heute beschlossen, an der Prognose für das Jahr 2013, das operative Ergebnis leicht steigern zu können, nicht länger festzuhalten.

Uralkali hatte in der vergangenen Woche auch Spekulationen über Preisrückgänge im weltweiten Kalimarkt losgetreten. Dagegen ist kein Unternehmen immun, auch K+S nicht. Es sollte jedoch nicht übersehen werden, dass K+S über besondere Stärken verfügt. "Im Gegensatz zu Wettbewerbern, die sich ausschließlich auf Kali konzentrieren, haben wir mit unserem weltweiten Salzgeschäft ein kräftiges zweites Standbein, das anderen Marktgegebenheiten folgt", sagt Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender der K+S. Außerdem bietet K+S ihren Kunden eine Produktpalette wie kein anderer Kaliproduzent. "Das macht uns robuster für einen sich möglicherweise verschärfenden Wettbewerb", so Steiner.

Unabhängig von möglichen Auswirkungen der Ankündigungen von Uralkali bleibt weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum mittel- und langfristiges Ziel von K+S. "Wir sind ein solide wirtschaftendes Unternehmen", sagt Steiner. "Wir haben eine starke Bilanz, eine unabhängige Stellung im Markt und stabile Kundenbeziehungen. Phasen der Marktunruhe kennen wir und können damit umgehen." K+S wird die weiteren Entwicklungen im Markt fortlaufend sehr genau beobachten, die Erkenntnisse in ihre Geschäftspolitik einbeziehen und sich auf mögliche Veränderungen vorbereiten. Dabei gilt der Verbesserung der Kosteneffizienz in allen Teilen des Unternehmens weiterhin besonderes Augenmerk.

 

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