H.C. Starck Tungsten baut Wolframrecyclinganlage in Goslar
H.C. Starck Tungsten erweitert für rund 50 Mio. EUR das Recycling wolframhaltiger Sekundärrohstoffe am Stammsitz Goslar.
Die größte Investition in die Wolframaktivitäten am Standort seit Jahrzehnten wurde vom Mutterkonzern Mitsubishi Materials Corporation freigegeben. Der Ausbau markiert einen Meilenstein in der Umsetzung der mittelfristigen Gruppenstrategie, die „Zukunft durch Kreislaufwirtschaft zu gestalten“.
Die neue Anlage erhöht die aktuell vorhandene Verarbeitungskapazität um nahezu die Hälfte auf künftig rund 7.000 t/a. Das reicht aus, um den Rohstoffbedarf der lokalen Produktion fast vollständig aus recyceltem Wolfram zu decken; aktuell liegt dieser Wert bei etwa 80%.
Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich Anfang November und sollen im Laufe des Jahres 2028 abgeschlossen werden.
„Diese Entscheidung markiert einen Meilenstein für den Standort Goslar und unser Unternehmen insgesamt“, sagt Hady Seyeda, CEO der H.C. Starck Tungsten. „Die Fähigkeit, vor Ort fast ausschließlich Wolfram aus eigenem Recycling zu verarbeiten, ist zukunftsweisend: Wir werden damit weitgehend unabhängig von der zunehmend schwierigen Versorgungslage bei Primärrohstoffen und leisten gleichzeitig einen erheblichen Beitrag zum Aufbau einer echten Kreislaufwirtschaft für kritische Metalle in Deutschland und Europa.“
Hideyuki Ozawa, Head of Business Strategy bei H.C. Starck Tungsten, ergänzt: „Angesichts des gegenwärtigen Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage bei Wolfram wollen wir die Erweiterung so schnell wie möglich umsetzen und damit unserer Rolle als verantwortungsvoller Lieferant gerecht werden.”
Detailliertes Projektmanagement
Aufgrund der engen Bebauung des Metallurgie Parks Oker werden Teile der bestehenden Räumlichkeiten während des laufenden Betriebs nach und nach abgerissen und schrittweise durch neue Gebäude ersetzt. Ein eigens entwickeltes, detailliertes Projektmanagementkonzept soll sicherstellen, dass die Produktionsaktivitäten über die gesamte Projektdauer hinweg ungehindert weiterlaufen.
H.C. Starck Gruppe profitiert ebenfalls
Das Management erwartet von der Investition Vorteile auch für die Schwesterunternehmen vor Ort, die ebenfalls zur H.C. Starck Gruppe gehören. Der Labordienstleister ChemiLytics, der die begleitende Analytik zu den Recyclingprozessen liefert, wird absehbar von den deutlich höheren Materialmengen profitieren, während dem Standortbetreiber Chemitas generell die gestärkte Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsausrichtung der Betriebe zugutekommen.















