Flower baut Hamburgs größten Batteriespeicher
Hamburg erhält einen neuen großskaligen Baustein für die Energieinfrastruktur. Das schwedische Energy-Tech-Unternehmen Flower hat mit dem Bau seines Batterieenergiespeichersystems (BESS) mit 100 MW Leistung und 400 MWh Kapazität begonnen.
Der Spatenstich am 9. September in Bergedorf brachte zentrale Projektpartner und Stakeholder zusammen, darunter Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Umweltsenatorin Katharina Fegebank, um den Beginn der nächsten Projektphase zu markieren. Die Inbetriebnahme ist bis Ende 2028 geplant.
Am 9. September kamen Projektpartner und Stakeholder sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft der Hamburger Region in Bergedorf zusammen, um den Baustart für Flowers BESS-Projekt mit 100 MW / 400 MWh zu markieren. Die Anlage wird Hamburgs größter Batteriespeicher und nach aktuellem Kenntnisstand der größte Batteriespeicher innerhalb einer deutschen Großstadt.
Das Vier-Stunden-System soll dazu beitragen, das Stromnetz zu stabilisieren, erneuerbare Energien effizienter zu nutzen und Erzeugungsspitzen aus Wind- und Solarenergie besser in das Energiesystem zu integrieren. Damit stellt das Projekt einen weiteren konkreten Schritt auf dem Weg der Energiewende dar.
„Wir freuen uns sehr und fühlen uns geehrt, mit dem Baustart dieses nächste Kapitel für das Energiesystem Hamburgs und Deutschlands einzuleiten. Ich bin dem Bezirk Bergedorf, den Hamburger Energienetzen, Engie, Hamburg Invest und all unseren weiteren wichtigen Partnern sehr dankbar für ihre Unterstützung, dieses Projekt von der Idee bis zum Baustart zu bringen“, sagt John Diklev, Gründer und CEO von Flower.
Großskalige Batteriespeicher dieser Art werden zu einem immer wichtigeren Bestandteil der Energieinfrastruktur, da die Stromerzeugung zunehmend schwankt. Sie können Strom aus Zeiten hoher erneuerbarer Erzeugung in Zeiten hoher Nachfrage verschieben und damit Stromsystemen mit wachsenden Anteilen an Wind- und Solarenergie zusätzliche Flexibilität verleihen. Für Hamburg stellt das Projekt einen weiteren Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2040 dar.
„Wir wollen die Energiewende auch weiterhin mit großen Schritten vorantreiben und uns unabhängig von fossilen Importen machen. Dafür brauchen wir smarte Lösungen und Unternehmen, die mutig in grüne Zukunftsenergien investieren”, sagt Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin Hamburgs und Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft. „Batteriespeichersysteme werden eine Schlüsseltechnologie sein und erleben derzeit weltweit einen immensen globalen Aufschwung. Dass Flower die Standortvorteile in Hamburg nutzt, sendet ein klares Signal an die Wirtschaft: Wir gehen in Hamburg mit zukunftsweisender Energiepolitik voran."
Die Wirtschaftsförderung Hamburg Invest hat das Unternehmen bei der Entwicklung des Projekts am Standort Hamburg intensiv begleitet und bei zentralen Fragen der Ansiedlung unterstützt. Geschäftsführer Rolf Strittmatter ordnete das Projekt in die weitere Entwicklung des Innovationsstandorts Bergedorf und die Ansiedlungsstrategie Hamburgs ein. „Mit dem Baustart von Flower gewinnt der Innovationsstandort Bergedorf weiter an Substanz. Das zeigt zugleich, wie internationale Ansiedlung und wirtschaftliche Entwicklung den Standort voranbringen“, sagte Rolf Strittmatter, Geschäftsführer Hamburg Invest.
Der Energiekonzern Engie, Flowers langfristiger Projektpartner, unterstützt das Projekt im Rahmen eines Flexibility Purchase Agreement (FPA), auch als Virtual-Tolling-Vereinbarung bezeichnet. Sobald das Projekt in Betrieb geht, wird Engie die Vermarktung des BESS auf dem deutschen Energiemarkt unterstützen.
„Dieser Spatenstich markiert einen wichtigen Schritt für den Ausbau skalierbarer Flexibilitätsinfrastruktur in Deutschland. Projekte und Partnerschaften wie diese können dazu beitragen, die vier zentralen Prioritäten der Industrie anzugehen: Energiepreise, Versorgungssicherheit, Dekarbonisierung und Wettbewerbsfähigkeit“, sagt Tobias Heyen, Head of Origination Germany bei Engie.











