10.06.2026 • News

Evonik richtet Innovation auf Marktnähe und Umsetzung aus

Evonik richtet seine Innovationsaktivitäten neu aus und schärft den Fokus auf marktorientierte Entwicklung und schnellere Umsetzung.

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Lauren Kjeldsen, im Vorstand von Evonik für Innovation verantwortlich
© CHEManager

Eine Schlüsselrolle übernimmt dabei die neu aufgestellte Evonik Innovation Factory. Sie soll bis zum Jahr 2032 bis zu 300 Mio. EUR zum Umsatzwachstum der Innovationswachstumskerne beitragen.

Mit der Neuausrichtung adressiert Evonik veränderte Rahmen­bedingungen in Industrie und Märkten. „In der heutigen Zeit gewinnt Resilienz zunehmend an Bedeutung. Unternehmen müssen neu darüber nachdenken, wie sie arbeiten, innovieren, wachsen und erfolgreich bleiben“, sagt Lauren Kjeldsen, im Vorstand von Evonik für Innovation verantwortlich. Derzeit prägen volatile Rohstoffmärkte, technologische Umbrüche und geopolitische Risiken die Märkte. „Mit unserem Fokus auf Innovation stärken wir sowohl unsere Resilienz als auch unsere Kundennähe“, so Kjeldsen.

Im Zentrum steht ein grundlegender Umbau der Innovations­organisation (Research, Development & Innovation, RD&I). Künftig arbeiten rund zwei Drittel der Forscher direkt in den Business Lines. Dort entstehen Lösungen in engem Austausch mit Kunden, verbunden mit klarer wirtschaftlicher Verantwortung. Forschungs-Kompetenzen, die mehreren Geschäften zugutekommen, sowie langfristig angelegte Innovationsprojekte werden weiterhin zentral gesteuert.

„Wir haben unsere Innovationsorganisation gezielt auf Geschwindigkeit und Wirkung ausgerichtet“, sagt Christian Eilbracht, Chief Innovation Officer von Evonik. „Mit einer klaren Aufgabenteilung beschleunigen wir Entscheidungsprozesse und erhöhen die Erfolgswahrscheinlichkeit von Innovationen.“

Eine zentrale Rolle übernimmt die Evonik Innovation Factory, die aus der bisherigen Creavis hervorgegangen ist. Sie bündelt und beschleunigt strategisch wichtige Entwicklungsprogramme. „Unser Ziel ist es, Projekte innerhalb von durchschnittlich fünf Jahren zur Marktreife zu führen“, erläutert Eilbracht.

Gelingen soll dies durch zwei Mechanismen: Zum einen durch kombinatorische Innovation: das gezielte Verknüpfen von Technologien, Kompetenzen sowie internen und externen Partnern entlang der Wertschöpfungskette. Zum anderen bauen die Forscher gezielt auf vorhandenem internem und externem Wissen auf und starten zu einem späteren Zeitpunkt im Innovationsprozess. „Beides zusammen verkürzt die Entwicklungszeiten spürbar, macht den kommerziellen Erfolg planbarer und stärkt die Resilienz von Evonik gegenüber plötzlichen Marktumbrüchen“, so Eilbracht.

Die fünf bis sieben Programme der Innovation Factory konzentrieren sich auf die drei Innovationswachstumskerne von Evonik: biobasierte Lösungen, Energiewende und Kreislaufwirtschaft. Für diese Kerne erwartet Evonik bis 2032 einen zusätzlichen Umsatz von insgesamt rund 1,5 Mrd. EUR. Die Innovation Factory soll davon bis zu 300 Mio. EUR beitragen.

Die Bedeutung, die Evonik Innovation beimisst, wird durch die herausfordernden wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen nicht verringert. Die Forschungs- und Entwicklungsquote lag 2025 wie im Vorjahr stabil bei rund 3% des Umsatzes. Das entspricht Aufwendungen von etwa 418 Mio. EUR (2024: 459 Mio. EUR). Der Großteil dieser Mittel, rund 82%, fließt direkt in geschäftsnahe Entwicklungen, weitere 15% in längerfristige Innovationsprojekte.

Zugleich baut Evonik das Portfolio an nachhaltigen Lösungen aus: Rund 48% des Umsatzes erzielt das Unternehmen inzwischen mit Produkten, die einen überdurchschnittlichen Nachhaltigkeitsnutzen aufweisen. Der Anteil dieser Next Generation Solutions ist von 2024 auf 2025 um 3 Prozentpunkte gestiegen.

Dazu investiert Evonik weiter in den Ausbau seiner internationalen Aktivitäten. Innovation, Anwendung und Produktion werden gezielt näher an Märkten und Kunden ausgerichtet: Innovationen entstehen dort, wo starke Ökosysteme bestehen; Produktion dort, wo Märkte dynamisch wachsen.

So trägt das Unternehmen dazu bei, industrielle Wertschöpfungsketten resilienter zu machen und nachhaltigere Lösungen im Markt zu etablieren.

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Evonik Industries AG (Essen)

Goldschmidtstraße 100
45128 Essen
Deutschland

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