03.12.2013 • NewsDow ChemicalKonzernumbauBASF

Dow Chemical treibt Konzernumbau voran

Dow Chemical treibt die Trennung von besonders konjunkturanfälligen Sparten voran. Zu den Unternehmensbereichen, die Dow Chemical in den nächsten zwei Jahren ausgliedern oder verkaufen will, gehören auch Werke an den deutschen Standorten Stade, Rheinmünster und Baltringen, wie der BASF-Rivale am Montag ankündigte. Zudem stünden Geschäftsteile in den USA, Italien, Südkorea, China und Brasilien auf der Streichliste. Die Ausgliederung umfasse 40 Anlagen an elf Standorten. Etwa 2000 Beschäftigte seien betroffen. Der zusammengefasste Jahresumsatz der Geschäfte liege bei bis zu fünf Mrd. US-$.

Der größte amerikanische Chemiekonzern hatte im Oktober mitgeteilt, er wolle mit der Trennung von Unternehmensteilen mindestens 3 bis 4 Mrd. US-$ einnehmen. Abgeben will Dow unter anderem Geschäfte mit Epoxid-Harzen, Chlor-Derivaten und Salzlaugen. Mit dem Schritt folgt das Unternehmen aus Midland im US-Bundesstaat Michigan Branchengrößen wie BASF und DuPont. Die Konkurrenten waren in den vergangenen Jahren immer mehr aus Geschäften mit Massenchemikalien ausgestiegen und hatten stattdessen renditestarke Boom-Bereiche wie Substanzen zur Nahrungsergänzung, Saatgut- und Pflanzenschutzgeschäfte sowie Geschäfte mit komplexen Spezialchemikalien ausgebaut. Die Chemiekonzerne wollen sich damit unter anderem unabhängiger machen von starken Rohstoffpreis-Schwankungen.

In den vergangenen zwölf Monaten hatte Dow Chemical bereits den Verkauf von Geschäftsteilen für rund 700 Mio. US-$ angestoßen. Unter anderem verkaufte der Konzern Polypropylen- und Katalysatoren-Geschäfte an den US-Konkurrenten W.R. Grace. Seit 2009 hatte sich Dow Chemical von Sparten mit einem Umsatz von zusammen rund 8 Mrd. US-$ getrennt.

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