05.11.2013 • NewsDowBilanzDow Chemical

Dow Chemical forciert Spartenverkäufe

Dow Chemical forciert wegen schwacher Geschäfte in besonders konjunkturanfälligen Sparten seine Verkaufspläne. Der größte amerikanische Chemiekonzern will mit der Trennung von Unternehmensteilen mindestens 3-4 Mrd. $ einnehmen. Mit den Zahlen zum dritten Quartal enttäuschte der Konzern aus Midland im US-Bundesstaat Michigan die Investoren.

Im dritten Quartal sprang zwar der Konzerngewinn um 20 %auf 594 Mio. $, je Aktie stand aber nur ein Gewinn von 50 Cent in den Büchern - Analysten hatten vier Cent mehr erwartet. Starke Pflanzenschutz-Geschäfte in den Märkten Lateinamerikas schoben das Ergebnis an. Auch das Kunststoffgeschäft in den USA stach heraus, das in Folge des Schiefergas-Booms von günstigen Rohstoffen profitiert. In der Performance-Materials-Sparte, die neben Epoxidharzen Kunststoffe und Polyurethanschäume produziert, schrumpften dagegen die Gewinne. Der Konzernumsatz legte um 1 % auf 13,73 Mrd. $ zu - auch hier hatten Analysten mehr erwartet.

Das Unternehmen erwägt, sich von Geschäften mit Epoxidharzen, Chlorderivaten und Bauchemiegeschäften in Europa zu trennen. Die Sparten steuerten zuletzt rund 6 Mrd. $ zum Jahresumsatz bei. Wettbewerber wie BASF und DuPont sowie eben auch Dow Chemical drängen stärker in Boom-Bereiche wie Saatgut und Pflanzenschutz, die Schwankungen in den Rohstoffpreisen weniger stark spüren.

Seit 2009 hat sich der Chemieriese bereits von Bereichen mit Umsätzen von zusammen 8 Mrd. $ getrennt. Erst unlängst verkaufte Dow Chemical Polypropylen- und Katalysatoren-Geschäfte an den US-Konkurrenten W.R. Grace für 500 Mio. $. 

 

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