27.01.2026 • News

Dekarbonisierung: Japanische Chemiekonzerne Asahi Kasei, Mitsui und Mitsubishi kooperieren

Asahi Kasei, Mitsui Chemicals und Mitsubishi Chemical haben eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet, um eine neue gemeinsame Betriebsgesellschaft für die beiden Ethylenproduktionsanlagen im Westen Japans zu gründen.

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Chemie-Komplex Mizushima
© Asahi Kasei

Im Rahmen dieser Vereinbarung soll der Betrieb der Ethylenproduktionsanlage von Asahi Kasei Mitsubishi Chemical Ethylene Corp. (AMEC) am Standort Mizushima, Kurashiki, Präfektur Okayama, bis zum Fiskaljahr 2030 schrittweise eingestellt und die Ethylenproduktion in der Anlage von Osaka Petrochemical Industries (OPC) in Takaishi, Osaka, konsolidiert werden.

Um diese Ziele zu erreichen, haben sich die drei Unternehmen für das „Fiscal 2025 Support Program for Energy and Manufacturing Process Conversion in Hard-to-Abate Industries” (Förderprogramm für die Umstellung von Energie- und Fertigungsprozessen in CO2-intensiven Branchen) für das Geschäftsjahr 2025 des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) beworben und wurden ausgewählt, um Initiativen wie die Verwendung von Biomasse-Rohstoffen als Alternative zu Erdöl-basierten Ressourcen zu fördern.

Unter Nutzung des HtA-Förderprogramms plant Asahi Kasei die Errichtung einer ersten Anlage an seinem Produktionsstandort in Mizushima zur Herstellung von Ethylen, Propylen und anderen Grundchemikalien aus Bioethanol unter Anwendung der derzeit in der Entwicklung befindlichen Revolefin-Technologie. Nach Überprüfung der Anlagenleistung, des Betriebs und der Verfahrensaspekte streben die drei Unternehmen die Aufnahme der gemeinsamen kommerziellen Produktion im Geschäftsjahr 2034 an.

Die Umrüstung der Anlagen wird von Asahi Kasei und Mitsubishi Chemical im Zuge der Stilllegung der Mizushima-Anlage von AMEC in die Praxis umgesetzt. Auch im OPC-Werk Senboku, das als Standort für die Konsolidierung dienen wird, werden Umrüstungsarbeiten durchgeführt. Der Cracker und die zugehörigen Anlagen von AMEC werden nach Einstellung der Produktion umgehend abgebaut. Nach dem Abbau werden die drei Unternehmen gemeinsam Möglichkeiten prüfen, wie der frei gewordene Standort auf eine Weise genutzt werden kann, die zur CO2-Neutralität beiträgt. Die Ethylenproduktion ist der Ausgangspunkt der petrochemischen Industrie. Aus Ethylen gewonnene Grundchemikalien sind unabdingbar für die Herstellung von Materialien und Produkten in unterschiedlichsten Industrien. Da einzelne Unternehmen bei der Reduzierung von Treibhausgasemissionen und der Erreichung der CO2-Neutralität ihrer Anlagen an Grenzen stoßen, wird die enge Kooperation von chemischen Unternehmen und die gegenseitige Bereitstellung von Technologien immer wichtiger.

Mit dieser Grundsatzvereinbarung vertiefen die drei Unternehmen ihre Allianz, um die CO2-Neutralität und Produktionsoptimierung von Ethylenanlagen in Westjapan voranzutreiben. Eine transparente Unternehmensführung mit fairer und rationaler Kostenteilung und Gewinnverteilung im Bereich der Grundchemikalien dienen als Grundprinzip der Zusammenarbeit. Mit dem HtA-Förderprogramm wollen die drei Unternehmen den Übergang zu wettbewerbsfähigen dekarbonisierten Grundchemikalien beschleunigen, CO2-neutrale Märkte in den jeweiligen Geschäftsfeldern der Unternehmen aus- und nachhaltige Geschäftsmodelle aufbauen.

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