08.11.2022 • NewsEmissionsreduktionClariantNachhaltigkeit

Clariant Tool zum Berechnen des Kohlenstoffabdrucks für schnellere Emissionsreduzierung

Der Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit, und Transparenz in Bezug auf Kohlenstoffemissionen war noch nie wichtiger als heute. Mit der Einführung des „CliMate“ Product Footprint Product (PCF) Tools hat Clariant auf seiner Nachhaltigkeitsreise jetzt einen weiteren Meilenstein gesetzt.

„CliMate“ ist ein automatischer Kohlenstoffabdruck-Kalkulator. Clariant kann damit für Hunderte seiner Fertigprodukte und Lösungen aus dem gesamten Portfolio kohärente Daten zur Cradle-to-Gate-Treibhausgasemission nach ISO 14067 bereitstellen. Das Unternehmen verfolgt ehrgeizige, wissenschaftsbasierte Klimaziele, und das „CliMate“ Tool wird eine entscheidende Rolle in den Anstrengungen von Clariant spielen, die Treibhausgasemissionen in seinen Wertschöpfungsketten zu reduzieren.

„Während wir alle nach Wegen suchen, um unsere Umweltlast zu verringern, gewinnen transparente CO2-Bilanzen zunehmend an Bedeutung“, sagt Richard Haldimann, Chief Technology & Sustainability Officer, Clariant. „Die Einführung von CliMate macht uns zu einem Vorreiter im Bemühen, der wachsenden Kundennachfrage nach schlüssigen Emissionsdaten entgegenzukommen und die Dekarbonisierungsziele unserer Kunden zu unterstützen. CliMate wird grundlegend dazu beitragen, die Klimaverträglichkeit unseres Produktportfolios zu optimieren. Das Tool ist ein großer Schritt vorwärts auf unserer Nachhaltigkeitsreise und spiegelt unsere uneingeschränkte Entschlossenheit wider, Lösungen für den Wandel der Wirtschaft hin zur Klimaneutralität zu liefern.“

Politische Initiativen mit dem Ziel, nachhaltige Produkte zur Norm zu machen, verstärken den Bedarf an erhöhter Transparenz. So erarbeitet die Europäische Union bereits neue Rechtsvorschriften zur Verpflichtung von Unternehmern und Herstellern, die Nachhaltigkeitsleistung ihrer Produkte nachzuweisen, einschließlich Messwerten zum Kohlenstoffabdruck. „CliMate“ kann daher sowohl Clariant als auch deren Kunden dabei unterstützen, diesen Trend zu antizipieren und aufzugreifen.

Das leistungsstarke neue Tool basiert auf führenden Standards für PCF-Berechnungen, einschließlich ISO 14067, einer der meistverwendeten Normen in diesem Bereich. „CliMate“ wurde außerdem vom TÜV Rheinland als unabhängiger Prüfstelle validiert. Das Expertenteam von Clariant nutzte bestehende Systeme zur Verfolgung von Treibhausgasdaten und kombinierte sie mit den verfügbaren Produktrezepturen, um diese maßgeschneiderte Lösung gemeinsame Spezialisten der Industrie zu entwickeln.

„CliMate“ wird Clariant eine einheitliche Darstellung laufender PCF-Verbesserungen ermöglichen, während das Unternehmen an der weiteren Reduzierung der Emissionen aus seinen eigenen Betrieben sowie aus zugekauften Gütern und Dienstleistungen arbeitet. Die mit dem Tool berechneten Daten werden darüber hinaus dazu dienen, verborgene Verbesserungsmöglichkeiten in den Versorgungsketten von Clariant zu identifizieren.

Clariant wird die derzeitige PCF-Portfolioabdeckung auf weitere Anwendungsbereiche ausdehnen, so wie ergänzende Daten von Zulieferern vermehrt über das Supplier Engagement Program des Unternehmens verfügbar werden. „Wir werden die PCF-Datenrichtlinie übernehmen, die aktuell von Together for Sustainability [TfS] geschaffen wurde – der auf die Förderung der Nachhaltigkeit in Versorgungsketten ausgerichteten Initiative der Chemischen Industrie“, ergänzt Markus Mirgeler, Chief Procurement Officer bei Clariant. Das Unternehmen steht in ständigem Dialog mit seinen Rohstofflieferanten, um deren Kohlenstoffabdruckdaten zu erhalten und die von Clariant erwartete Reduzierung der Treibhausgasemissionen seiner strategischen Zulieferer zu kommunizieren.

Die Einführung von „CliMate“ ist nur eines der Beispiele für die Fokussierung von Clariant auf die erweiterte Verfügbarkeit und Transparenz der Kohlenstoffabdruckdaten seiner Produkte für Wertschöpfungspartner der Branche. Die im September bekanntgegebene TfS-Richtlinie, an deren Entwicklung Clariant im Rahmen seiner TfS-Mitgliedschaft beteiligt war, bietet der Chemischen Industrie ein Regelwerk zur Berechnung von Kohlenstoffabdruckdaten und den im Treibhausgasprotokoll definierten Scope 3 Emissionen. Sie harmonisiert die PCF-Berechnung in der Branche und ist auf die große Mehrzahl der chemischen Produkte anwendbar. Dies wird es Verbrauchern und dem weiteren Marktumfeld in Zukunft ermöglichen, die Klimaauswirkungen von Produkten direkt zu vergleichen und zu beurteilen. Clariant ist auch Mitglied des SOS 1.5 Pathfinder Frameworks des Weltwirtschaftsrats für Nachhaltige Entwicklung. Das Projekt dient der Entwicklung einer methodischen Rahmenleitlinie zur Berechnung von Kohlenstoffabdrücken. Übergeordnetes Ziel ist eine harmonisierte Vorgehensweise auf neuestem Stand der Technik.

Clariant-Campus, Foto: Clariant
Clariant-Campus, Foto: Clariant

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