30.07.2013 • NewsClariantGewinnSK Capital

Clariant steigert Nettogewinn dank besserer Margen

Clariant erntet langsam die Früchte seines Konzerumbaus. Der Gewinn kletterte binnen Jahresfrist um 16% auf 79 Mio. CHF (64 Mio. €), wie das Unternehmen am Dienstag in Muttenz mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 68 Mio. CHF gerechnet. Konzernchef Hariolf Kottmann hatte Clariant einer harten Rosskur unterzogen und mehrere Geschäftsbereiche auf die Verkaufsliste gesetzt. Im Dezember hatte Clariant drei kleinere Sparten für zusammen 502 Mio. CHF an den amerikanischen Finanzinvestor SK Capital verkauft. Damit soll Clariant weniger konjunkturanfällig werden.

An der Börse kam der Zwischenbericht gut an. Die Clariant-Aktie gewann an der Börse in Zürich 2,5%.

Clariant baute im zweiten Quartal seine Gewinnmarge weiter aus: Die fortgeführten Geschäfte warfen eine bereinigte operative Rendite (Ebitda-Marge) von 13,7% ab nach 13,1% vor Jahresfrist. Der Konzernumsatz war mit 1,54 Mrd. CHF leicht höher als in zweiten Quartal des Vorjahres. "Der Umsatzanstieg und die verbesserte Rentabilität im ersten Halbjahr zeigen, dass sich Clariant schrittweise auf seine kurz- und mittelfristigen Ziele zubewegt", sagte Konzernchef Kottmann. Im abgelaufenen Quartal bekam Clariant allerdings die Abwertung der Währungen Japans, Brasiliens und Indiens zu spüren. Werden die Währungseinflüsse herausgerechnet, stiegen die Verkaufserlöse im Zeitraum April bis Juni um zwei Prozent.

Clariant-Chef Kottmann bestätigte die Jahres- und Mittelfristziele des Konzerns. "Der zunehmenden Unsicherheiten in den Schwellenmärkten sind wir uns bewusst, gehen aber weiterhin von einer relativ stabilen Wirtschaftslage auf niedrigem Niveau aus", erklärte der Manager. "In diesem Szenario erwarten wir, dass wir unsere Ziele für das Gesamtjahr durch Fokussierung auf Innovation, Wachstum und Kosteneffizienz erreichen werden." Clariant peilt 2013 ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen und eine weitere Verbesserung der operativen Rendite an. Für das 2015 ist unter Ausschluss von Sonderposten eine operative Rendite von mehr als 17% geplant. Die Rendite auf das investierte Kapital soll dann über dem Branchendurchschnitt liegen.

 

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