Chemie ist... Nachhaltige Mode

“When I wake up in the morning light, I pull on my Jeans and feel alright” sang David Dundas Ende der Siebziger. Während der Sänger ein One-Hit Wonder blieb, sind Jeans-Stoffe in Form von Hosen, Jacken oder Kleidern seit Jahrzehnten wortwörtlich „in Mode“. Aber sie sind damit auch Teil des Problems der Textilindustrie, denn: Mode – oft in Südostasien unter wenig nachhaltigen Arbeits- und Umweltstandards produziert – wird immer schnelllebiger. Die meisten Textilien, auch Jeans, bestehen heute aus Mischmaterialien und landen nach ihrer Nutzungsdauer entweder auf Deponien oder werden verbrannt. Die Chemie kann dafür sorgen, dass Mode nachhaltiger wird, indem sie umweltfreundliche und recyclingfähige Textilien und Farb- und Hilfsstoffe entwickelt und so die Textilindustrie bei der Transformation ihres Geschäftsmodells von einem linearen hin zu einem zirkulären System unterstützt. So entwickelt bspw. CHT ein permanganatfreies Denim-Bleichmittel, mit dem Jeans ihren charakteristischen Used-Look erhalten. Archroma bietet ressourcenschonende Färbeverfahren für Denimstoffe auf Basis pflanzlicher Schwefelfarbstoffe. Und Lenzing nutzt einen recycelten Zellstoff in der Produktion von Cellulosefasern für Bekleidung und andere textile Anwendungen. Auch sind etablierte Chemieunternehmen und Start-ups aktiv an der Entwicklungen von Lösungen zum Textilrecycling beteiligt.












