13.08.2026 • News

Bilfinger steigert Umsatz in volatilem Marktumfeld

Bilfinger setzt seinen Wachstumskurs in einem volatilen Marktumfeld weiter fort. Der Auftragseingang erreichte 1.498 Mio. EUR bei einer Entwicklung von -16% im Vergleich zu einem außerordentlich starken Vorjahresquartal.

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© Bilfinger

Damit verzeichnete Bilfinger im zweiten Quartal den dritthöchsten Auftragseingang seit zehn Jahren, unterstützt von einer gestiegenen Nachfrage aus der Energieindustrie.

Das Book-to-Bill-Verhältnis kündigt mit einem Wert von 1,03 bereits die erwartete zunehmende Belebung des Geschäfts im zweiten Halbjahr an. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich um 7% auf 1.450 Mio. EUR. Die Geschäftsaktivitäten in Energie und in Verwandten Industrien trugen maßgeblich zu diesem fortgesetzten Umsatzwachstum im zweiten Quartal bei.

Die geopolitische Unsicherheit und die damit verbundene Zurückhaltung der Kunden führten vorübergehend zu einer geringeren Kapazitätsauslastung. In der Folge lag die EBITA-Marge mit 5,3% unter dem Vorjahresniveau von 5,5%. Geringere erhaltene Anzahlungen und zeitliche Verschiebungseffekte hatten zudem Einfluss auf den Free Cashflow. Mit 48 Mio. EUR lag dieser im zweiten Quartal unter dem Wert des Vorjahres (53 Mio. EUR).

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 mit einem Umsatz von 5,4 bis 5,9 Mrd. EUR, einer EBITA-Marge von 5,8 bis 6,2% und einem Free Cashflow von 250 bis 300 Mio. EUR wird bestätigt. Aufgrund der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr erwartet Bilfinger die EBITA-Marge am unteren Ende der prognostizierten Spanne. In der Prognose ist die seit dem 1. April konsolidierte Teknokon-Gruppe enthalten.

„Unser Marktumfeld war im zweiten Quartal von geopolitischer Unsicherheit geprägt“, sagt Thomas Schulz, Vorstandsvorsitzender von Bilfinger. „Für das zweite Halbjahr sehen wir bereits eine Belebung der Geschäftsentwicklung. Dazu werden sowohl die zunehmende Marktdynamik als auch unsere konsequent fortgeführten Wachstumsinitiativen beitragen. Mein ausdrücklicher Dank gilt unseren rund 31.000 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit, zu denen wir nun auch unsere neuen Kollegen aus dem akquirierten Geschäft in der Türkei zählen.“

Volatiles Marktumfeld – Belebung im zweiten Halbjahr erwartet

Auch im zweiten Quartal bewegte sich Bilfinger in einem volatilen Marktumfeld, zu dem insbesondere der anhaltende Konflikt im Mittleren Osten beitrug. Dieser wirkte sich in zweifacher Hinsicht auf das Unternehmen aus: Im Mittleren Osten dämpften die Auseinandersetzungen unmittelbar die Geschäftstätigkeiten vor Ort. In Europa wiederum führten sie unter anderem zu Schwankungen der Energiepreise, in deren Folge Kunden Investitionsentscheidungen zurückstellten.

Für das zweite Halbjahr 2026 geht Bilfinger von einer zunehmenden Belebung des Geschäfts aus. So befindet sich das Unternehmen im Mittleren Osten bereits in konkreten Gesprächen mit Kunden, um beim Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur zu unterstützen und zur Wiederinbetriebnahme von Produktionsanlagen beizutragen. Auch darüber hinaus zeichnet sich zu Ende des zweiten Quartals über alle Bilfinger-Segmente hinweg ein positiver Trend mit wachsendem Outsourcing-Potenzial in Chemie & Petrochemie, Energie, Öl & Gas sowie Pharma & Biopharma ab. Im Rahmen der Unternehmensstrategie setzt Bilfinger beispielweise mit dem verstärkten Fokus auf Vertriebsaktivitäten und Akquisitionen weiterhin gezielt eigene Impulse für Wachstum in diesem Jahr.

Bedeutende Fortschritte bei der Markterweiterung

Zum 1. April 2026 hat Bilfinger die Übernahme wesentlicher Geschäftsbereiche der türkischen Teknokon-Gruppe erfolgreich abgeschlossen. Damit legt das Unternehmen den Grundstein dafür, die Türkei als zentralen Hub zur Anbahnung neuer Geschäftsmöglichkeiten in vielversprechenden angrenzenden Regionen zu nutzen. Mit der erfolgreichen Platzierung eines Schuldscheindarlehens hat Bilfinger sich zudem zusätzliche finanzielle Flexibilität bei der weiteren Umsetzung der Unternehmensstrategie, insbesondere für Akquisitionen, verschafft. Die außerordentlich hohe Nachfrage am Kapitalmarkt führte zu einer Verdreifachung des ursprünglich angestrebten Zielvolumens auf 450 Mio. EUR.

Neuaufträge belegen gute Marktpositionierung

Bilfinger hat sich auch im zweiten Quartal 2026 neue Aufträge zur Steigerung von Effizienz und Nachhaltigkeit seiner Kunden gesichert:

• Installation von Systemen zur Vorwärmung der Verbrennungsluft in einer großen integrierten Raffinerie zur Steigerung der Anlageneffizienz für einen Öl- und Gaskonzern in den Niederlanden

• Engineering, Installationsservices und Inbetriebnahme für die Integration der neuen 320-MW-Wasserstofferzeugungsanlage von EWE Hydrogen in Deutschland

• Ausbau der Goldproduktion von Gübretaş in der Türkei, einschließlich mechanischer und elektronischer Installationsarbeiten sowie Isolierungsleistungen

Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal 2026

Der Auftragseingang sank um 16% auf 1.498 Mio. EUR (Vj. 1.774 Mio. EUR). Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (Book-to-Bill) lag bei 1,03. Der Umsatz nahm auf 1.450 Mio. EUR (Vj. 1.353 Mio. EUR) bzw. um 7% (org. 4%) zu. Das Bruttoergebnis ist mit 155 Mio. EUR (Vj. 155 Mio. EUR) konstant geblieben. Die Vertriebs- und Verwaltungskostenquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 6,1% (Vj. 6,3%) verbessert.

Die EBITA-Marge liegt im zweiten Quartal 2026 mit einem Wert von 5,3% unter dem Vorjahreswert von 5,5%. Absolut hat sich das EBITA um 4% auf 77 Mio. EUR (Vj. 74 Mio. EUR) verbessert. Der Free Cashflow lag mit 48 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 53 Mio. EUR.

Das Konzernergebnis stieg aufgrund einer verbesserten Steuerquote um 14% auf 54 Mio. EUR (Vj. 48 Mio. EUR) und das Ergebnis je Aktie um 15% auf 1,47 EUR (Vj. 1,28 EUR).

Prognose für 2026

Bilfinger setzt seinen Wachstumskurs fort und bestätigt die Prognose 2026 mit einem Umsatz von 5,4 bis 5,9 Mrd. EUR (Vj. 5.427 Mio. EUR), einer EBITA-Marge von 5,8 bis 6,2% (Vj. 5,5%) und einem Free Cashflow von 250 bis 300 Mio. EUR (Vj. 330 Mio. EUR). Aufgrund der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr erwartet Bilfinger die EBITA-Marge am unteren Ende der prognostizierten Spanne. Für das zweite Halbjahr geht Bilfinger von einer zunehmenden Belebung des Geschäfts aus. Die Prognose für 2026 markiert einen bedeutenden Fortschritt auf dem Weg zur Erreichung der Mittelfristziele 2030.

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Bilfinger SE

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