07.01.2013 • NewsAPLBayerChempark Dormagen

Bayer erhält Bau- und Betriebsgenehmigung für neue TDI-Großanlage in Dormagen

Nach eingehender Prüfung hat die Bezirksregierung Köln Bayer Materialscience den Genehmigungsbescheid zum Bau und Betrieb der neuen Hightech-Anlage zur Herstellung der Chemikalie TDI (Toluylen-Diisocyanat) im Chempark Dormagen erteilt. TDI wird als Vorprodukt für die Herstellung von Polyurethan-Weichschäumen benötigt, aus denen beispielsweise hochwertige Schaumstoffe für Matratzen, Stühle und Autositze hergestellt werden.

"Wir freuen uns, dass der Genehmigungsprozess erfolgreich abgeschlossen ist und wir mit unseren Bauarbeiten planmäßig voranschreiten können", sagt Dr. Joachim Wolff, im Executive Committee von Bayer Materialscience zuständig für die Business Unit Polyurethanes. "Mit dem innovativen Hightech-Verfahren setzen wir eine sichere und klimaschonende Produktion von Polyurethan großtechnisch ein. Dabei werden Energie und Ressourcen optimal genutzt. So lassen sich hier gegenüber einer konventionellen Anlage gleicher Kapazität bis zu 60% Energie einsparen, außerdem werden bis zu 80% weniger Lösungsmittel benötigt. Dies sichert uns nicht zuletzt auch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil."

Mit einer Jahreskapazität von 300.000 t ist die künftige World-Scale-Anlage der finale Baustein einer langfristigen Investitionsstrategie in Dormagen, die den Standort zum globalen Technologiezentrum für die Entwicklung und Produktion von Polyurethanen macht. Bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres haben die Schulungen der Mitarbeiter, die später in der neuen TDI-Anlage arbeiten werden, begonnen. Darunter sind auch 15 neue Beschäftigte, die Seite an Seite mit den Kollegen in der derzeitigen Pilotanlage arbeiten und ein intensives "Training on the job" erhalten.

Bau schreitet planmäßig voran
Im Februar 2012 hatte die Genehmigungsbehörde die Zulassung zum vorläufigen Baubeginn erteilt. Seitdem gehen die Arbeiten auf der Großbaustelle in großen Schritten voran. So erreichte das Bauteam im November einen Meilenstein, als die 90,5 t schwere Destillations-Kolonne der TDI-Anlage - ein zylinderförmiges Stahlgebilde - per Schwertransport erfolgreich an seinen Platz im Chempark gebracht wurde. "Wenn es auf der Baustelle weiterhin so zügig vorangeht, steht einer Fertigstellung und Inbetriebnahme Mitte 2014 nichts im Wege", sagt Dr. Steffen Kühling, in der Business Unit Polyurethanes Leiter des Bereichs Produktion und Technologie.

Langfristige Standortsicherung
Zwischen 500 und 1.500 Arbeitsplätze sind während der Bauphase zusätzlich in dem Projekt gebunden. Viele Auftragnehmer kommen aus der Region, wie zum Beispiel die Rohrleitungsplanungsfirma Keynes aus Neuss, der Apparatebauer Quast sowie der Apparatebauer APL aus Dormagen. Auch später im laufenden Betrieb werden Firmen aus Dormagen und Umgebung für Wartungsarbeiten, Bau- und Instandhaltung sowie technische Dienstleistungen im Umfeld der neuen Anlage integriert sein. Die bestehenden Arbeitsplätze in Vorbetrieben und Logistik am Standort werden durch das Projekt gesichert. Das gilt auch für tausende weitere Arbeitsplätze, die in der Wertschöpfungskette in Nordrhein-Westfalen und Deutschland mit der TDI-Produktion verbunden sind.

Umfassender Genehmigungsbescheid
Die Behörde legt im Genehmigungsbescheid die Gründe für ihre Entscheidung umfänglich dar. Dazu gehört die Prüfung der Genehmigungsvoraussetzungen, die zusammenfassende Darstellung und Bewertung der Umweltverträglichkeitsprüfung sowie die abschließende Bewertung des Sicherheitskonzepts. Berücksichtigt sind auch alle erhobenen Einwände. Die Behörde hat die Genehmigung nach umfassender Prüfung sämtlicher eingebrachten Aspekte und auf Basis der eingereichten Unterlagen erteilt.

Umfassende Informationen für alle Interessierte
Das Unternehmen hat das TDI-Projekt von Beginn an mit einem intensiven Dialog mit Nachbarschaft und Interessengruppen begleitet. Und auch weiterhin steht man allen Anwohnern, Umweltverbänden, Vereinen, Behörden und der Politik für einen offenen Austausch über das Projekt zur Verfügung.

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