03.06.2025 • NewsAsahi Kasei

Asahi Kasei zieht sich aus MMA-Geschäft zurück

Der japanische Chemiekonzern Asahi Kasei hat angekündigt, die Produktion von Methylmethacrylat (MMA)-Monomer und anderen Chemikalien in Kawasaki City zu beenden, den Standort zu restrukturieren und auf synthetischen Kautschuk zu fokussieren.

Asahi Kasei hat am 27. Mai angekündigt, sich aus dem Geschäft mit Methylmethacrylat (MMA)-Monomer, Cyclohexylmethacrylat (CHMA), PMMA-Acrylharz und SB-Latex zurückzuziehen. Die Produktion dieser Chemikalien im Werk in Kawasaki City soll zwischen März 2026 und September 2027 auslaufen. Auch die Produktion von Acetonitril in diesem Werk wird eingestellt und alle Anlagen werden zurückgebaut. Asahi Kasei rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem außerordentlichen Verlust für die Restrukturierung von etwa 25 Milliarden Yen (rund 150 Mio. EUR).

Der japanische Chemiekonzern gab als Grund für die Produktionsstilllegung an, dass sich die Nachfrage aufgrund der Expansion petrochemischer Produkte in China verschlechtert habe und die Produktion der Produkte in Kawasaki City daher unrentabel wurde und zurückgefahren werden musste. 

Die jährliche Produktionskapazität der betroffenen Produkte in der Anlage von Asahi Kasei beträgt ca. 100.000 Tonnen für MMA-Monomere (geplantes Produktionsende: September 2026), 40.000 Tonnen für PMMA-Harze (Ende: September 2026) und 36.000 Tonnen für SB-Latex (Ende: September 2027). Die Acetonitrilproduktion dürfte schätzungsweise 14.000 Tonnen betragen; für CHMA wurden keine Zahlen genannt, die Produktion soll im März 2026 eingestellt werden. Der Zeitpunkt des Produktionsendes von Acetonitril wird in Absprache mit den Kunden festgelegt. Asahi Kasei produziert Acetonitril weiterhin über seine Tochtergesellschaft in Südkorea und beliefert damit auch Kunden in Japan.

Für die 190 Mitarbeiter in dem betroffenen Geschäft werden intern andere Arbeitsplätze gesucht.

Nach dieser Restrukturierung wird sich das Werk in Kawasaki auf die Produktion von synthetischem Kautschuk wie lösungspolymerisierten Styrol-Butadien-Kautschuk (S-SBR) und Ionenaustauschmembranen konzentrieren, welche als Basis für strategische Wachstumsfelder wie PEM-Elektrolyse und Wasserstoffproduktion angesehen werden.

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