Arbeitgebermarken machen Unternehmen attraktiv

Dr. Axel Schack, Hauptgeschäftsführer, HessenChemie
Dr. Axel Schack, Hauptgeschäftsführer, HessenChemie

Mit dem Begriff Marke verbinden wir markante Logos und Produkte wie Coca-Cola, Tempo oder Ariel. Eine Marke bündelt die Identität eines Produktes - sie zeigt uns sein Wesen und liefert ein Versprechen. Dieser Gedanke lässt sich auch auf die Glaubwürdigkeit und Attraktivität von Arbeitgebern anwenden. CHEManager befragte dazu Dr. Axel Schack, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverband HessenChemie.

CHEManager: Herr Dr. Schack, warum benötigen Arbeitgeber eine „Marke"?

Dr. Axel Schack: Gute Arbeitgeber ähneln sich oft sehr in den Faktoren ihrer Arbeitgeberqualität: Weiterbildung, Work-Life-Balance, attraktive Aufgaben und Karrierepfade zählen oft zur Normalität. Je härter der Kampf um Fachkräfte, desto mehr gewinnt jedoch die Frage nach dem Unterschied an Bedeutung: Was macht einen Arbeitgeber einzigartig? Für welche Werte und Ziele steht ein Unternehmen? Eine Arbeitgebermarke vermittelt ein sicheres Gefühl, wer ich als Arbeitgeber bin, was mich besonders macht, wer zu mir passt und wer nicht. Wir sind überzeugt, dass ein scharfes Arbeitgeberprofil die Wettbewerbsfähigkeit unserer Mitgliedsunternehmen stärken kann. Denn in Zeiten des demografischen Wandels müssen Unternehmen alle Register ziehen, um gute Mitarbeiter zu finden und zu halten.

Wie können Chemieunternehmen eine eigene Marke aufbauen?

Dr. Axel Schack: Eine Arbeitgebermarke haben wir bereits branchenweit gesetzt: den Tarifvertrag „Lebensarbeitszeit und Demografie". Mit Employer Branding lassen sich die Stärken einer Arbeitgebermarke weiter systematisch aufbauen. Dabei geht es um die umfassende Positionierung eines Unternehmens als attraktiver, unverwechselbarer und glaubwürdiger Arbeitgeber. Ein fundierter Employer Branding-Prozess bringt Identität, Werte und Ziele eines Arbeitsgebers auf den Punkt - Qualitäten, die bei den Mitgliedsunternehmen der HessenChemie vorhanden sind. Doch nicht nur das Profil nach außen, auch die Attraktivität des Unternehmens für die eigenen Mitarbeiter wird im Zuge eines Employer Branding Prozess systematisch verbessert. Denn nur, wenn innen erlebbar ist, was nach außen kommuniziert wird, entsteht Glaubwürdigkeit. Die die ist unverzichtbar für den nachhaltigen Erfolg einer Arbeitgebermarke.

Lohnt es sich die Bildung einer Arbeitgebermarke auch für kleine und mittelständische Unternehmen?

Dr. Axel Schack: Ja, denn gerade sie verfügen meist über eine starke Identität, eine prägnante Unternehmenskultur und sind zum Teil werteorientierter geführt als große Konzerne. Das gilt im Übrigen auch für große Familienunternehmen. Die genannten Eigenschaften erhöhen nicht nur die Arbeitgeberattraktivität, sondern schaffen auch die besten Voraussetzungen für eine starke Arbeitgebermarke.

Wie unterstützen Sie Unternehmen bei der Markenbildung?

Dr. Axel Schack: Im vergangenen Jahr führte die HessenChemie gemeinsam mit dem Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie und der Deutschen Employer Branding Akademie die Praxiswerkstatt „Arbeitgebermarke als Wettbewerbsvorsprung" durch. Seit diesem Jahr unterstützt der Verband - genau wie CHEManager - den Fitnesstest „Deutschlands Arbeitgebermarken", ein objektives Prüfverfahren zur Messung der Attraktivität als Arbeitgebermarke der Deba. Gemeinsame Ziele sind die wirksame Positionierung von Arbeitgebermarken der Chemie- und Pharmaindustrie, der Vergleich mit anderen Branchen und mittelfristig die Etablierung eines Benchmarks für Arbeitgebermarken aus Chemie und Pharma.

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