Teva wegen mutmaßlicher Generika-Absprachen im EU-Visier

Die EU-Kartellwächter gehen gegen weitere Pharmafirmen vor, die durch verbotene Absprachen die Verfügbarkeit von günstigeren Nachahmer-Medikamenten verhindert haben sollen. Die Behörde machte am Montag entsprechende Vorwürfe unter anderem gegen den weltgrößten Generika-Hersteller und Ratiopharm-Mutterkonzern Teva aus Israel sowie den französischen Arzneimittelhersteller Servier öffentlich. Vor einigen Tagen waren wegen des "pay-for-delay"-Verdachts unter anderem der Darmstädter Pharmakonzern Merck und die dänische Lundbeck ins EU-Visier genommen worden. Die Hersteller von Original-Medikamenten sollen den Herstellern von Nachahmer-Medikamenten Geld dafür gezahlt haben, dass sie mit Ablauf des Patents ihre preisgünstigeren Generika nicht auf den Markt bringen.

Erste Vorwürfe waren bereits 2009 laut geworden. Damals hatte es geheißen, durch die Absprachen könnten den Verbrauchern 20 % zu viel Geld für Medikamente aus der Tasche gezogen werden. Sollte die Firmen für schuldig befunden werden, drohen ihnen Strafen von bis zu 10 % ihres Jahresumsatzes. Teva hatte 2011 rund 18 Mrd. US-$ umgesetzt.

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