02.05.2012 • NewsPharmaWarner ChilcottGoldman Sachs

Spekulationen um Interessenten für Warner Chilcott

Warner Chilcott stellt sich zum Verkauf. Die Firma prüfe mehrere strategischen Optionen, um den Wert des Unternehmens für seine Aktionäre zu steigern, teilte der im irischen Dublin ansässige Arzneimittelhersteller am Montag mit. Dazu gehörten auch Gespräche mit möglichen Kaufinteressenten. Die Verhandlungen seien aber noch im Anfangsstadium. Sie könnten zu einer Offerte für das Unternehmen führen oder auch nicht. Die Investmentbank Goldman Sachs berate das Unternehmen in dem Prozess. Weitere Einzelheiten dazu werde Warner Chilcott zunächst nicht bekanntgeben. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte ebenfalls über die Pläne berichtet. Die London Times hatte in der vergangenen Woche in einem Marktbericht geschrieben, es gehe das Gerücht um, Bayer könnte 32 US-$ je Aktie für Warner Chilcott bieten. Reuters hatte zuvor berichtet, der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern stehe vor einem milliardenschweren Zukauf für seine Gesundheitssparte. Bayer wollte diese Informationen nicht kommentieren.
Analysten sind allerdings skeptisch, ob Bayer als möglicher Käufer in Frage kommt. "Dies sieht mir nicht danach aus, als ob es ihnen das bringt, was sie brauchen", kommentierte Corey Davis, von Jefferies & Co. Warner Chilcott. Warner Chilcott sei angesichts rückläufiger Umsätze eher als Käufer zu sehen und nicht als Verkäufer. Nach Einschätzung von David Krempa, Analyst bei Morningstar gibt es bei Warner Chilcott einige Patentthemen, was die Zahl derjenigen begrenze, die an dem ganzen Unternehmen interessiert sein könnten. Er wäre überrascht, wenn Bayer Interesse habe, sagte der Analyst. Warner Chilcott konzentriert sich in seinem Arzneimittelgeschäft auf das Therapiefeld Gesundheit der Frau, darunter Verhütungsmittel und Hormontherapien. Dazu kommen Hautkrankheiten und Magendarm-Erkrankungen. Das Unternehmen kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 2,73 US-$ und auf einen Nettogewinn von 171 US-$. Im Januar hatte der Konzern wegen des Patentverlusts beim lukrativen Osteoporose-Mittel Actonel in Westeuropa ein eher schwaches Jahr 2012 in Aussicht gestellt. Auch dem Akne-Präparat Doryx des Unternehmens droht Wettbewerb mit Generika-Herstellern.

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