Scienceindustries fordert Schweizer Zollabkommen mit den USA
Neue US-Zölle in Höhe von 12,5 % haben Scienceindustries dazu veranlasst, auf ein rasches bilaterales Wirtschaftsabkommen zwischen der Schweiz und den USA zu drängen, um den Handel in den Bereichen Chemie, Pharma und Biowissenschaften zu schützen.


Scienceindustries, der Verband der Schweizer Chemie-, Pharma- und Life-Sciences-Industrie, hat auf die im Rahmen der Section-301-Maßnahmen angekündigten zusätzlichen US-Zölle in Höhe von 12,5 % reagiert. Der Verband bedauert, dass der US-Handelsbeauftragte dem vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) vorgelegten schweizerischen Rechtsrahmen sowie den bestehenden Massnahmen der Schweiz gegen Zwangsarbeit nicht genügend Gewicht beigemessen hat, begrüsst jedoch die Ergebnisse der gemeinsamen Erklärung als positives Zeichen für einen fortgesetzten Dialog.
„Zölle schaffen keine Gewinner. Sie erhöhen die Produktkosten, stören die Lieferketten und wirken sich letztendlich gleichermaßen auf Unternehmen, Verbraucher und Patienten aus. Umso wichtiger ist es, den Weg für ein bilaterales Wirtschaftsabkommen frei zu machen“, sagte Stephan Mumenthaler, Direktor von Scienceindustries.
Der Verband argumentiert, dass die Zölle die Dringlichkeit eines bilateralen Wirtschaftsabkommens zwischen der Schweiz und den USA – ihrem zweitgrößten Exportmarkt nach der EU – unterstreichen. Der Verband weist darauf hin, dass zwar Arzneimittel und viele damit verbundene Rohstoffe weiterhin von den Zöllen ausgenommen sind, diese jedoch dennoch zu Kostensteigerungen in den eng verflochtenen transatlantischen Lieferketten führen werden – Kosten, die seiner Ansicht nach größtenteils von US-Unternehmen, Gesundheitsdienstleistern und Patienten getragen werden müssen. Scienceindustries bekräftigte sein Engagement für die Bekämpfung von Zwangsarbeit durch internationale Zusammenarbeit und forderte einen raschen Dialog im Hinblick auf stabile, regelbasierte Handelsbeziehungen.














