07.08.2012 • NewsMorphosysNovartisPfizer

Morphosys schreibt rote Zahlen

Die Biotechfirma Morphosys hat zuletzt weniger Zahlungen aus der Pharmaindustrie erhalten und ist im ersten Halbjahr deshalb in die roten Zahlen gerutscht. Von Januar bis Ende Juni verbuchte das Unternehmen aus Martinsried bei München einen operativen Verlust (Ebit) von 1,9 Mio. € nach einem Gewinn von 21,5 Mio. € vor Jahresfrist. Das Minus sei damit etwas höher ausgefallen als erwartet, erklärte Equinet-Analyst Edouard Aubery. Die Morphosys-Aktien verloren am Donnerstag rund drei Prozent auf 17,84 € und zählten damit zu den größten Verlierern im Technologiewerte-Index TecDax.

Im Vorjahr hatte Morphosys von einer hohen Zahlung des Schweizer Pharmariesen Novartis profitiert, der für die Installation von Anlagen für die Antikörper-Forschung in der Firmenzentrale in Basel rund 30 Mio. € überwiesen hatte. Morphosys finanziert seine firmeneigenen Forschungsprogramme durch Kooperationen mit Pharmakonzernen wie Novartis, Roche oder Pfizer. Da der Firma dabei in unregelmäßigen Abständen Geld zufließt, rutscht sie quartalsweise immer mal wieder in die roten Zahlen, hat sich jedoch zum Ziel gesetzt, auf Jahressicht profitabel zu bleiben.

Auch 2012 werde Morphosys die schwarzen Zahlen erreichen und einem operativen Gewinn zwischen einer und fünf Mio. € einfahren, bekräftigte das Unternehmen. Dazu beitragen sollen der Abschluss neuer oder die Ausweitung bestehender Kooperationen mit Pharmaunternehmen. Auch die Umsatzprognose von 75 bis 80 Mio. € bekräftigte Morphosys. Im ersten Halbjahr halbierten sich die Erlöse auf 33 Mio. €.

"Angesichts einer ganzen Reihe von Meilensteinen, die in Kundenprojekten erwartet werden, gehen wir davon aus, dass der Ausblick erreichbar sein wird", sagte DZ-Bank-Analyst Elmar Kraus. Entscheidend für die Entwicklung der Morphosys-Aktie seien jedoch weniger die Finanzkennzahlen, sondern in erster Linie die Ergebnisse aus den laufenden Studien mit neuen Medikamenten. Wichtigstes Ereignis für die Firma sind die Studiendaten mit dem am weitesten fortgeschrittene Morphosys-Medikament MOR 103, dessen Wirksamkeit zur Behandlung von Rheuma Morphosys derzeit in einer Phase-II-Studie untersucht. Ergebnisse werden noch im dritten Quartal erwartet. Neue Medikamente müssen vor einem Zulassung drei Phasen der klinischen Erprobung am Menschen erfolgreich durchlaufen.

 

 

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