Lanxess senkt CO2-Fußabdruck durch Grünstrom von Verbund
Der Spezialchemiekonzern Lanxess und Verbund haben einen Grünstrom-Liefervertrag für die nächsten drei Jahre abgeschlossen.

Der Vertrag sichert die vollständig nachhaltige Stromversorgung der deutschen Lanxess-Produktionsstandorte in Bergkamen, Bitterfeld, Brunsbüttel, Mannheim und Wietmarschen mit bayerischer Wasserkraft.
Verbund liefert Lanxess von 2026 bis 2028 in Summe rund 200.000 MWh Grünstrom aus bestehenden deutschen Wasserkraftwerken am bayerischen Inn. Der Strom enthält damit im Vergleich zum deutschen Strommix rund 60.000 t weniger CO2, womit Lanxess seinen CO2-Fußabdruck und den seiner Produkte aus den Standorten senkt – ein weiterer Schritt auf dem Weg des Konzerns, bis 2040 in der Produktion klimaneutral zu werden.
„Unsere Produktionsanlagen laufen rund um die Uhr, deshalb brauchen wir auch Strom zu jeder Tages- und Nachtzeit. Die Wasserkraftwerke von Verbund in Bayern können das gewährleisten. Gleichzeitig unterstützen sie uns auf dem Weg zur Klimaneutralität“, begründet Alexander Sonnenberg, Leiter Energieeinkauf bei Lanxess, die Zusammenarbeit.
Andreas Lanz, Centerleiter Industrial Customers bei Verbund Energy4Business, freut sich über die Kooperation: „Die wachsende Nachfrage nach nachhaltigem Strom ist ein klarer Trend und Voraussetzung für mehr Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Verlässlichkeit. Mit dem Verbund Climate Transition Plan, einem klar festgelegten Weg zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen, mit dem Ziel, bis 2050 Net-Zero (Netto-Null Treibhausgas-Emissionen) zu erreichen, verfolgen wir einen wissenschaftsbasierten Reduktionspfad und unterstützen mit unseren Grünstromlösungen Industriebetriebe beim Senken des CO2‑Fußabdrucks und dem Erreichen ihrer Klimaziele.“
Verbund in Bayern
Das Unternehmen betreibt in Bayern beziehungsweise an der bayerisch-österreichischen Grenze insgesamt 22 Laufwasserkraftwerke mit einer installierten Leistung von 1.040 MW und einer Erzeugung in Höhe von 5,9 TWh/a, davon 4,0 TWh/a für Bayern.
Zur Stärkung der bayerischen Erzeugung hat Verbund Projekte im Umfang von rund 600 Mio. EUR bereits umgesetzt beziehungsweise in Umsetzung. Darüber hinaus sind Projekte von rund 1 Mrd. EUR in Planung beziehungsweise Genehmigung.
Im Bereich der Ökologie setzt Verbund auch bei seinen bayerischen Wasserkraftwerken auf höchste ökologische Standards. Dazu gehören umfassende Maßnahmen zum Schutz der Gewässerökologie, wie die Sicherstellung der Durchgängigkeit für Fische, die Umsetzung umfassender Renaturierungsmaßnahmen, die Erhaltung natürlicher Lebensräume sowie die kontinuierliche Verbesserung der Wasserqualität. Bis ins Jahr 2030 sind dafür in Bayern und an der Grenze rund 100 Mio. EUR vorgesehen, wovon rund 30 Mio. EUR bereits umgesetzt sind.










