Lanxess befeuert Anlage mit Wasserstoff von Covestro
Lanxess macht seine Produktion am Standort Krefeld-Uerdingen nachhaltiger und trocknet seine Eisenoxidpigmente künftig mit Wasserstoff anstelle von Erdgas.

Der Spezialchemiekonzern bezieht den Wasserstoff über eine Pipeline von Covestro, wo er bei der Chlorelektrolyse in einem benachbarten Betrieb am Standort Krefeld-Uerdingen anfällt. Der Sprühtrockner ist eine der ersten großtechnischen Industrieanlagen in Deutschland, die Wasserstoff im Dauerbetrieb als Brennstoff einsetzen. Lanxess reduziert seinen CO2-Fußabdruck dadurch um rund 6.000 t/a.
„Der Schritt vom Erdgas- zum Wasserstoffbrenner markiert für uns einen technologischen Meilenstein hin zu treibhausgasarmen Prozessen“, sagt Michael Ertl, Leiter des Geschäftsbereichs Inorganic Pigments bei LANXESS. „Wir zeigen damit, dass die Dekarbonisierung der Industrie nicht nur in Modellprojekten funktioniert, sondern im laufenden Betrieb großer Produktionsanlagen“.
Lanxess hat den Wasserstoffbrenner Ende 2025 installiert und seitdem schrittweise in Betrieb genommen. Die Anlage ist so ausgelegt, dass sie vollständig mit Wasserstoff betrieben werden kann. Die technische Anbindung umfasst eine eigene Wasserstoffleitung, angepasste Brenner- und Messregeltechnik sowie zusätzliche Sicherheits- und Steuerungssysteme.
„Das Projekt zeigt, dass Industriepartner in einem Verbundstandort den Wandel hin zu einer klimaschonenden Produktion besonders erfolgreich gestalten können“, sagt Rob Eek, Produktionsleiter von Covestro in Krefeld-Uerdingen.
Grundlage dafür ist die enge Vernetzung am Verbundstandort: Kurze Leitungswege, gemeinsame Infrastruktur und etablierte Sicherheitskonzepte sorgen für eine verlässliche Wasserstoffversorgung.
Lanxess und Covestro verbindet am Standort Krefeld-Uerdingen eine langjährige Zusammenarbeit. Covestro liefert Nitrobenzol, das Lanxess zur Herstellung seiner Eisenoxidpigmente einsetzt. Als Nebenprodukt entsteht dabei Anilin, das wiederum als wichtiger Rohstoff für die Kunststoffproduktion an Covestro zurückfließt. Der nun implementierte Wasserstoffeinsatz im Sprühtrockner erweitert den etablierten Produktionsverbund um eine zusätzliche klimarelevante Komponente.











