International Chemical Investors Group übernimmt die Geschäftsaktivitäten der Venator
Im Rahmen des laufenden Sanierungsprozesses konnte Venator nach intensiven Verhandlungen eine umfassende Verkaufsvereinbarung mit der International Chemical Investors Group (ICIG) unterzeichnen.

Der Investor plant, das Duisburger Traditionsunternehmen, das im September einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt hatte, vollständig zu übernehmen. Die Vereinbarung steht noch unter dem Vorbehalt einer kartellrechtlichen Genehmigung. Mit dem Einstieg der ICIG ist die Zukunft des Standorts Duisburg gesichert. Besonders erfreulich für die Region: Sämtliche rund 350 Mitarbeiter werden übernommen.
„Ich bin außerordentlich froh, dass wir so schnell eine nachhaltige Lösung präsentieren können. Damit ist ein echtes Traditionsunternehmen gerettet“, erklärt die vorläufige Insolvenzverwalterin Sarah Wolf von der Kanzlei Anchor. „Nicht nur für die Belegschaft, sondern auch für die zahlreichen Dienstleister und Partner im regionalen Umfeld bedeutet dieser Abschluss nun Planungssicherheit. Mein besonderer Dank gilt dem gesamten Team, das in den vergangenen Monaten unermüdlich und hochprofessionell an dieser Lösung gearbeitet hat.“
Fokus auf die Entwicklung des Chemiestandortes in Duisburg
Der neue Eigentümer ICIG bringt eine klare strategische Vision für den Standort mit. Neben der Stabilisierung der bestehenden Strukturen ist auch eine Entwicklung des Chemiestandortes vorgesehen. Ein zentraler Punkt der Strategie ist zudem die Rückkehr zu den historischen Wurzeln des Unternehmens. „Wir glauben fest an die Zukunftsfähigkeit des Standorts Duisburg. In den vergangenen Wochen haben wir ein sehr kompetentes und hochmotiviertes Team kennengelernt – das ist für uns eine hervorragende Basis. Unser Ziel ist es, die Produktion mit den traditionsreichen Marken wie z.B. Sachtolith oder Blanc Fixe, nach Möglichkeit weiter auszubauen“, sagt Christoph Sprenger, CEO der ICIG.
Stabilität trotz Krise
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Investorenprozesses war die ununterbrochene Fortführung der Produktion seit dem Insolvenzantrag im September 2025. Das Unternehmen, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1878 zurückreichen, ist spezialisiert auf die Herstellung von funktionellen Additiven und Nano-Fine-Produkten für Branchen wie die Kunststoff-, Farben- und Kosmetikindustrie. „Dass der Geschäftsbetrieb trotz der wirtschaftlichen Schieflage – bedingt durch hohe Energiekosten und Konzernrestrukturierungen – stabil blieb, war eine gemeinschaftliche Leistung. Durch eine gemeinsame Kraftanstrengung von Management, Belegschaft und Gläubigern konnten die Lieferfähigkeit und das Vertrauen der Kunden jederzeit gewahrt werden“, sagt die vorläufige Insolvenzverwalterin Sarah Wolf.








