07.05.2010 • News

Im Auto der Zukunft steckt mehr Chemie

Die deutsche Chemieindustrie hat den Start der Nationalen Plattform Elektromobilität gelobt. Dies sei eine große Chance für das Industrieland Deutschland, sagte Dr. Klaus Engel, Vizepräsident des VCI. Die deutsche Industrie habe aufgrund ihrer starken Vernetzung alle Voraussetzungen, um Technologieführer bei der Elektromobilität zu werden. "Die Initiative der Bundesregierung schafft die Basis, damit Politik, Wissenschaft und Industrie zusammenarbeiten können", sagte Engel. Im Auto der Zukunft stecke mehr Chemie. So sei die Speicherung elektrischer Energie das zentrale Thema für zukünftige Elektroautos. "Die Chemie liefert die entscheidenden Bauteile für praxistaugliche Hochleistungsbatterien. Die möglichen Anwendungen von Lithium-Großbatterien könnten eine ganze Industrielandschaft revolutionieren", erklärte der Chemiker und Vorstandsvorsitzende von Evonik. Auch für die alternativ diskutierte, emissionsfreie Brennstoffzellentechnologie steuere die Chemie unverzichtbare Komponenten bei. "Außerdem birgt die Weiterentwicklung neuartiger Kunststoffe und Carbonfasern erhebliches Potential für die notwendige Verringerung des Fahrzeuggewichts", ergänzte Engel. Moderne Leichtbauwerkstoffe seien im Fahrzeugbau bereits heute unverzichtbar und würden in Zukunft bei Elektrofahrzeugen wegen des hohen Batteriegewichts eine noch größere Rolle spielen.

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