13.10.2013 • News

H&R erwartet 2013 Ergebnisrückgang

Die Spezialchemiefirma H&R hat sich nach einem deutlichen Gewinnrückgang in den ersten neuen Monaten von ihrem Ergebnisziel für das Gesamtjahr endgültig verabschiedet. Das operative Gewinnniveau des Vorjahres von 49,4 Mio. € könne nicht gehalten werden, räumte Vorstandschef Niels Hansen am Freitag ein. Hansen war bereits im August vom ursprünglichen Ziel eines Gewinnanstiegs abgerückt. Damals hieß es, H&R werde sich dem Vorjahresniveau bestenfalls annähern. Nun wird für 2013 lediglich ein operativer Gewinn (Ebitda) von 33 bis 38 Mio. € erwartet.

Die Chemiefirma aus dem niedersächsischen Salzbergen leidet unter anderem unter der Krise der Reifenindustrie in Europa und dem schwankenden Ölpreis. H&R produziert aus Rohöl Paraffine, Weichmacher und andere Chemikalien, die in der Reifenbranche eingesetzt und auch in der Baustoffindustrie verwendet werden. Um von den Schwankungen des Ölpreises unabhängiger zu werden, hatte H&R vor wenigen Monaten sein Geschäftsmodell umgebaut und seine Raffinerie am Unternehmenssitz auf Auftragsfertigung umgestellt.

In den ersten neun Monaten schrumpfte der operative Gewinn auf 25 Mio. € von 46,3 Mio. € ein Jahr zuvor. H&R setzte von Januar bis September insgesamt 941,1 Mio. € um. Seinen vollständigen Bericht zum dritten Quartal will das Unternehmen am 14. November veröffentlichen.

 

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