09.09.2026 • News

Chemie ist ... Unspektakulär, aber unersetzlich

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Viele Medikamente, Impfstoffe und Infusionslösungen werden in Glasbehältern aufbewahrt, deren Verschlüsse hohen Anforderungen genügen müssen, da schon die geringste Verunreinigung katastrophale Folgen haben kann. Eine entscheidende Rolle spielen dabei Stopfen aus Gummi. „Bei pharmazeutischen Verschlüssen geht es um weit mehr als darum, ein Behältnis dicht zu verschließen“, erläutert Volker Krings, Chefchemiker beim Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie (WDK). Das Material kommt unmittelbar mit dem Arzneimittel in Kontakt. Es darf deshalb weder Substanzen an dessen Inhalt abgeben noch Bestandteile daraus aufnehmen oder das Präparat verändern. Gleichzeitig müsse der Gummistopfen zuverlässig abdichten und hochelastisch sein, und das sogar bei Temperaturen bis –40°C. „Ein kleiner Gummistopfen wirkt auf den ersten Blick unspektakulär, tatsächlich übernimmt er zentrale Funktionen für die sichere Aufbewahrung und Anwendung von Arzneimitteln“, betont Krings. Kein strategisch wichtiger Lebensbereich kommt ohne Kautschukprodukte aus. Das gilt auch für Medizin und Pharmazie.

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