03.09.2026 • News

Bayer treibt integrierte Saatgut- und Pflanzenschutzpipeline voran

Bayer beginnt mit der Einführung bedeutender Crop-Science-Innovationen in wichtigen Agrarregionen weltweit. Dabei wird von den Blockbuster-Produkten ein Spitzenumsatzpotenzial von mindestens 500 Mio. EUR erwartet.

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© Bayer

Das Insektizid Plenexos und das Preceon Smart Corn System befinden sich bereits in der Kommerzialisierung. Im Sojabereich wird die Einführung von Vyconic im kommenden Jahr in den USA und Kanada erwartet, während Intacta 5+ für die Anbausaison 2027/2028 in Brasilien vorgesehen ist.

„Wir liefern, was wir versprochen haben, und bieten Landwirtinnen und Landwirten eine neue Generation wegweisender Produkte. Durch die Verknüpfung von Innovationen in Saatgut und Pflanzenschutz können wir Betrieben ganzheitliche Lösungen anbieten. Sie helfen Erzeugern, Risiken zu steuern, Ertragspotenziale auszuschöpfen und ihre Rentabilität zu verbessern“, sagt Rodrigo Santos, Mitglied des Vorstands und Leiter der Division Crop Science. „Für jedes unserer Geschäftsfelder verfolgen wir eine konsequente und differenzierte Strategie, die unterschiedliche Wachstumsdynamiken, Kundenbedürfnisse sowie regionale und wettbewerbliche Rahmenbedingungen berücksichtigt. Unsere Größe ermöglicht es uns, die Verbindung dieser unterschiedlichen Geschäftsbereiche als strategischen Vorteil zu nutzen. Das zeigt sich in unserer Innovationskraft und letztlich darin, wie wir Landwirte unterstützen.“

Das Preceon Smart Corn System, ein digital unterstütztes System auf Basis von niedrig wachsendem Mais, liefert bereits Mehrwert für Landwirte in Mexiko, Italien, Spanien und den USA. Dieses Jahr startet die kommerzielle Einführung in Argentinien. Es bietet eine einzigartige Kombination von Vorteilen, darunter einen besseren Schutz vor Wetterextremen, eine höhere Aussaatdichte, einen besseren Zugang für gängige Landmaschinen während der gesamten Saison sowie ein größeres Wurzelsystem. Diese Eigenschaften ermöglichen es, agronomische Risiken zu reduzieren, das Ertragspotenzial zu erhöhen und die Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Bis 2035 strebt Bayer eine Marktdurchdringung von 10,5 Mio. ha an. Preceon zeichnet sich zudem dadurch aus, dass Funktionen der Digitalplattform FieldView direkt in das System integriert sind. Die Plattform dient nicht nur der Vertriebsunterstützung, sondern auch als Instrument für die Zusammenarbeit zwischen Landwirten und ihren agronomischen Beratern. Sie unterstützt Kunden dabei, das volle agronomische und wirtschaftliche Potenzial des Systems auszuschöpfen.

Plenexos, ein neues Insektizid zur Bekämpfung eines breiten Spektrums saugender Schädlinge, wurde bereits in Kolumbien eingeführt. Mexiko, Brasilien und die USA sollen folgen. Im Vergleich zu anderen Produkten können Landwirte zur Schädlingsbekämpfung bis zu 75% weniger Wirkstoff einsetzen. Dies trägt zugleich zum Schutz von Bestäubern, Nützlingen und anderen Nichtzielorganismen bei. Plenexos hat einen Fokus auf Sojabohnen, Baumwolle sowie Obst und Gemüse. Es wird erwartet, dass das Produkt Mitte der 2030er Jahre sein Spitzenumsatzpotenzial von 500 Mio. EUR erreicht.

Im Sojabereich wird Vyconic die erste Kombination von Pflanzeneigenschaften mit Toleranz gegenüber fünf Herbiziden bieten. Sie ermöglicht Landwirten mehr Flexibilität bei der Unkrautbekämpfung und hilft ihnen, den zunehmenden Resistenzproblemen besser zu begegnen. Durch die Kombination mit Bayers moderner Züchtungspipeline wird Vyconic in leistungsstarken Sorten eingeführt, die einen Ertragszuwachs von mehr als 135 kg pro Hektar gezeigt haben. Dadurch können Landwirte früher als je zuvor sowohl von höherem genetischem Ertragspotenzial als auch von mehr Flexibilität beim Unkrautmanagement profitieren. Bayer erwartet eine starke Marktakzeptanz von Vyconic und der darauffolgenden Einführung der fünften Generation Herbizidtoleranz, wodurch die Führungsposition im Bereich Soja-Pflanzeneigenschaften in Nordamerika bis 2032 zurückgewonnen werden soll. Intacta 5+ wird brasilianischen Landwirten ebenfalls Toleranz gegenüber fünf Herbiziden bieten und darüber hinaus neue Insektenschutzeigenschaften, die speziell für den brasilianischen Markt entwickelt wurden. Im Sojabereich sollen diese und die nächste Generation herbizidtoleranter Pflanzeneigenschaften, zusammen mit den neuesten Insektenschutzeigenschaften, insgesamt ein Spitzenumsatzpotenzial von mehr als 3 Mrd. EUR erreichen.

Zu den weiteren bis Ende des Jahrzehnts erwarteten Blockbuster-Innovationen gehören die vierte Generation einer Pflanzeneigenschaft zum Schutz gegen den Maiswurzelbohrer sowie das neuartige Herbizid Icafolin, für das Mitte der 2030er Jahre ein Umsatzpotenzial von 750 Mio. EUR erwartet wird. Zusammen bieten die zehn Blockbuster-Produkte Lösungen für zentrale Herausforderungen der Landwirtschaft und sollen über das kommende Jahrzehnt wesentlich zum Wachstum von Bayer beitragen.

Bayer treibt branchenführende Innovationspipeline weiter voran

Parallel zu diesen großen Markteinführungen bringt Bayer Schlüsselprojekte entlang seiner Forschungs- und Entwicklungspipeline voran und liefert Landwirten kontinuierlich Innovationen. Jährlich führt das Unternehmen 400 bis 500 neue Hybriden und Sorten ein. Grundlage dafür ist Bayers KI-gestützte Präzisionszüchtung, die die Ertragssteigerungsrate jeder neuen Generation im Vergleich zu früheren Züchtungsansätzen verdoppelt und die Dauer bis zur Markteinführung um den Faktor drei beschleunigt.

Die Forscher des Unternehmens haben diesen Züchtungsansatz durch Genomeditierung weiterentwickelt und setzen die Technologie in großem Maßstab ein, indem sie sie frühzeitig in Züchtungsprozesse integrieren. Ein Beispiel hierfür sind genomeditierte Sojabohnen: Ertragsstärkere Sojasorten können bei zunehmender Pflanzenhöhe anfälliger dafür werden, sich zu neigen oder umzukippen. Mithilfe der Genomeditierung entwickelt Bayer daher Sojabohnen mit verbesserter Pflanzenstruktur, um dieser Herausforderung zu begegnen. Durch die Kombination aus Innovationen wie genomeditierten standfesteren Sojabohnen und der fortschrittlichen Züchtungspipeline entstehen neue Produktkonzepte, die Anfang des kommenden Jahrzehnts auf den Markt kommen sollen.

Als weiteres Beispiel seiner integrierten Forschungs- und Entwicklungsplattform entwickelt Bayer Pflanzeneigenschaften, die zu seinen neuartigen Pflanzenschutzlösungen passen. In einer frühen Forschungs- und Entwicklungsphase arbeitet das Unternehmen an seiner sechsten Generation herbizidtoleranter Eigenschaften, die auch eine Toleranz gegenüber dem Blockbuster-Herbizid Icafolin umfassen soll. Es ist das erste Mal, dass Bayer gleichzeitig ein neues Herbizidmolekül und eine dazu passende Toleranzeigenschaft entwickelt. Dadurch entsteht ein ganzheitliches System zur Unkrautkontrolle, das in der Branche einzigartig ist.

Mit der KI-gestützten Forschungsplattform CropKey differenziert Bayer sich im Bereich Pflanzenschutz. Sie ermöglicht die Identifizierung neuer Wirkmechanismen sowie das Design zielgerichteter Moleküle, wobei Wirksamkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit bereits zu Beginn des Forschungs- und Entwicklungsprozesses bewertet werden. Dadurch konnte eine starke Pipeline aufgebaut werden, in der sich derzeit mehr als 15 neuartige Wirkmechanismen in der Forschungsphase befinden. Ein Beispiel ist ein neues Breitbandfungizid für Sojabohnen mit Blockbuster-Potenzial, das mithilfe von CropKey entwickelt wird und inzwischen Phase II der Pipeline erreicht hat.

„Ob im Saatgut, bei Pflanzeneigenschaften oder im Pflanzenschutz: Künstliche Intelligenz treibt unser Innovationsmodell. Sie hilft uns, neue Entdeckungen voranzutreiben, die Effizienz in der Entwicklung zu steigern und biologische Erkenntnisse schneller in Produkte für Landwirte zu überführen“, sagt Mike Graham, Leiter Forschung und Entwicklung der Division Crop Science. „Unser Vorteil liegt darin, dass unsere Teams mit denselben biologischen Erkenntnissen arbeiten. Dadurch können wir Fachwissen über Disziplinen hinweg bündeln und Innovationen beschleunigen.“

Darüber hinaus stößt Bayer in angrenzende Wachstumsfelder vor. Mit seinem noch jungen, aber bereits führenden Portfolio an Zwischenfrüchten für Biokraftstoffe – darunter Camelina und CoverCress, aber auch Winterraps – trägt das Unternehmen dazu bei, die wachsende Nachfrage nach Biodiesel, erneuerbarem Diesel und nachhaltigem Flugkraftstoff zu bedienen. Bis 2040 wird fast eine Verdreifachung des Volumens auf etwa 150 Mrd. l erwartet. Parallel treibt Bayer seine Pläne voran, Anfang der 2030er Jahre Hybridweizensaatgut gleichzeitig in Europa und Nordamerika auf den Markt zu bringen. Durch die Vorteile der Hybridisierung erschließt das Unternehmen ein bisher weitgehend ungenutztes Marktpotenzial in einer Kultur, die weltweit auf mehr als 220 Mio. ha angebaut wird. Mit Hybridweizen, Camelina, Winterraps und CoverCress steigt Bayer gleichzeitig in vier neue Kulturen ein.

Bayer auf Kurs bei der Umsetzung seines Fünfjahresprogramms

Bayers Innovationen werden durch die Umsetzung des Fünfjahresprogramms ermöglicht, das die Division Crop Science 2025 vorgestellt hat, um Profitabilität, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Das Unternehmen setzt die Strategie konsequent um und erzielt erste greifbare Ergebnisse.

Bei der Kostensenkung hat Bayer mit Einsparungen von nahezu 400 Mio. EUR bis heute bereits erhebliche Fortschritte erzielt. Diese zahlen auf das Ziel ein, das EBITDA vor Sondereinflüssen um 1 Mrd. EUR zu verbessern und eine EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen im mittleren 20-Prozentbereich bis Ende des Jahrzehnts zu erreichen. Als Teil der Maßnahmen wurden fünf Wirkstoffe veräußert und mehr als 100 Pflanzenschutzformulierungen eingestellt. Parallel dazu wurden bereits Lagerbestände im Wert von 500 Mio. EUR abgebaut. Dies unterstützt das Ziel von Bayer, bis 2029 einen freien operativen Cashflow von mehr als 3 Mrd. EUR zu erreichen.

Das Ziel des Fünfjahresprogramms, bis zum Ende des Jahrzehnts über Marktniveau zu wachsen und währungsbereinigt mehr als 3,5 Mrd. EUR zusätzlichen Umsatz zu erzielen, wird sowohl durch die kontinuierliche Einführung von Innovationen als auch durch strategische Geschäftsentscheidungen gestützt. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählen jährlich eingeführte Hochleistungshybride, beschleunigte Technologieeinführungen, Marktanteilsgewinne sowie die geografische Ausweitung bewährter Technologien auf Märkte in Asien und der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA). Im Pflanzenschutz setzt Bayer auf lokal ausgerichtete Go-to-Market-Initiativen, die Verlagerung kommerzieller Ressourcen auf Wachstumsprodukte und -regionen sowie Maßnahmen des Lifecycle-Managements, etwa die Einführung von Convintro in den USA, Brasilien und Kanada.

Unterstützt wird dieser Fortschritt durch das Betriebsmodell Dynamic Shared Ownership, das schnellere Entscheidungen und klarere Verantwortlichkeiten ermöglicht und dadurch das Unternehmen dabei stärkt, künstliche Intelligenz im großen Maßstab zu nutzen und in Geschäftschancen umzusetzen. „Der Erfolg unserer Innovationsstrategie und unseres Fünfjahresprogramms basiert auf konsequenter Umsetzung – dabei erzielen wir wichtige Fortschritte“, sagt Rodrigo Santos. „Wir sind gut aufgestellt, die Branche anzuführen und Mehrwert für unsere Kunden und Aktionäre zu schaffen, indem wir Landwirten weltweit differenzierte Lösungen bieten.“

Anbieter

Bayer AG


51368 Leverkusen
Deutschland

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