BASF-Gruppe steigert Umsätze im dritten Quartal 2026
BASF hat erneut ein starkes Quartal vorgelegt. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 14% auf 16,4 Mrd. EUR.

Der Anstieg resultierte vor allem aus deutlich höheren Preisen (plus 12%) sowie leicht höheren Mengen (plus 2%). Das EBITDA vor Sondereinflüssen ist im Vergleich zum dritten Quartal 2025 deutlich um 15% auf 1,6 Mrd. EUR gestiegen. Dazu haben alle Kerngeschäfte beigetragen.
„Diese starke Entwicklung unserer Kerngeschäfte seit Jahresbeginn gibt uns die Zuversicht, die Prognose für das EBITDA vor Sondereinflüssen zu präzisieren und nach oben anzupassen“, sagte BASF-Vorstandsvorsitzender Markus Kamieth, der zusammen mit Finanzvorstand Dirk Elvermann die Zahlen zum dritten Quartal 2026 vorstellte. BASF geht nun von einem EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 7,4 Mrd. EUR und 7,8 Mrd. EUR im Geschäftsjahr 2026 aus (bisherige Prognose aus dem Halbjahresfinanzbericht 2026: 6,9 Mrd. EUR und 7,7 Mrd. EUR).
Geschäftsentwicklung der BASF-Gruppe im dritten Quartal 2026
Der Umsatz des dritten Quartals 2026 lag mit 16,4 Mrd. EUR um 2 Mrd. EUR über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Ausschlaggebend hierfür war der deutliche Preisanstieg in den Segmenten Chemicals, Materials, Surface Technologies und Industrial Solutions. Bei Nutrition & Care verbesserten sich die Preise leicht, während Agricultural Solutions einen leichten Preisrückgang verzeichnete. Der Absatz stieg in den Segmenten Chemicals sowie Nutrition & Care deutlich, in den Segmenten Industrial Solutions, Materials sowie Surface Technologies leicht. Ein deutlicher Mengenrückgang im Segment Agricultural Solutions wirkte dieser Entwicklung entgegen. Positive Währungseffekte in allen Segmenten, vor allem aus dem US-Dollar und dem chinesischen Renminbi, trugen zur Umsatzsteigerung bei. Der Umsatz von Sonstige verbesserte sich deutlich.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 213 Mio. EUR auf 1,6 Mrd. EUR. Grund hierfür war der deutliche Ergebnisanstieg der Segmente Chemicals, Nutrition & Care, Materials und Industrial Solutions. Dies glich den Ergebnisrückgang von Agricultural Solutions und Surface Technologies mehr als aus. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Sonstige ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zurück. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 10,0% auf dem Niveau der Vorjahresperiode.
Das EBITDA betrug 1,2 Mrd. EUR im dritten Quartal 2026 und lag damit auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Im EBITDA fielen im dritten Quartal 2026 Sondereinflüsse in Höhe von minus 437 Mio. EUR an. Diese resultierten insbesondere aus Transformationsaufwendungen für Restrukturierungen, vor allem am Standort Ludwigshafen, sowie aus einem Vergleich zur Beilegung eines Rechtsstreits im Unternehmensbereich Care Chemicals.
Das EBIT lag bei minus 98 Mio. EUR, nach 232 Mio. EUR im Vorjahresquartal. Die Abschreibungen betrugen 1,3 Mrd. EUR (Q3 2025: 976 Mio. EUR), einschließlich einer Wertberichtigung im Unternehmensbereich Monomers (318 Mio. EUR).
Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen belief sich auf 155 Mio. EUR (Q3 2025: 172 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie betrug 0,18 EUR im dritten Quartal 2026 (Q3 2025: 0,19 EUR). Das um Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,72 EUR (Q3 2025: 0,52 EUR).
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit belief sich im dritten Quartal 2026 auf 1,1 Mrd. EUR und lag damit um 275 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahresquartals. Maßgeblich für den Rückgang war die Mittelbindung in den Vorräten von 507 Mio. EUR, vor allem infolge höherer Rohstoffpreise, während im Vorjahreszeitraum 6 Mio. EUR freigesetzt worden waren.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug minus 89 Mio. EUR, nach minus 767 Mio. EUR im Vorjahresquartal. Ausschlaggebend für die Entwicklung waren unter anderem Einzahlungen aus der Veräußerung von Anteilen an Harbour Energy in Höhe von 434 Mio. EUR. Darüber hinaus verringerten sich die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen um 401 Mio. EUR, insbesondere infolge geringerer Auszahlungen für den Verbundstandort in Zhanjiang/China. Der Free Cashflow lag im dritten Quartal 2026 bei 523 Mio. EUR und damit um 125 Mio. EUR über dem Wert des Vorjahresquartals.
Ausblick 2026 für die BASF-Gruppe
Angesichts der fortbestehenden Unsicherheit über die weitere geopolitische und weltwirtschaftliche Entwicklung behält BASF die im Halbjahresfinanzbericht 2026 publizierten makroökonomischen Annahmen bei:
- Wachstum des Bruttoinlandsprodukts: 2,5%
- Wachstum der Industrieproduktion: 2,0%
- Wachstum der Chemieproduktion: 1,8%
- US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,17 USD/EUR
- Ölpreis der Sorte Brent von 80 US-Dollar/Barrel im Jahresdurchschnitt
Die im Halbjahresfinanzbericht 2026 veröffentlichte Prognosebandbreite für das EBITDA vor Sondereinflüssen der BASF-Gruppe für das Geschäftsjahr 2026 wurde aufgrund des fortgeschrittenen Geschäftsjahres und der damit gestiegenen Visibilität für die erwartete Ergebnisentwicklung präzisiert. Im Vergleich zur bisherigen Prognose wurde das untere Ende der Bandbreite für das EBITDA vor Sondereinflüssen angehoben und das obere Ende leicht erhöht (bisherige Prognose aus dem Halbjahresfinanzbericht 2026 in Klammern):
- EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 7,4 Mrd. EUR und 7,8 Mrd. EUR (zwischen 6,9 Mrd. EUR und 7,7 Mrd. EUR)
- Free Cashflow zwischen 1,5 Mrd. EUR und 2,3 Mrd. EUR (unverändert)
- CO2-Emissionen zwischen 17,2 Mio. Tonnen und 18,2 Mio. Tonnen (unverändert)














