Cryotherm: Kühlung mit flüssigem Stickstoff


Cryotherm: Kühlung mit flüssigem Stickstoff
Das Kühlen mit tiefkalt verflüssigtem Stickstoff bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich. Geringe Investitions- und niedrige Betriebskosten sind neben der einfachen und wartungsarmen Anwendung nur einige Gründe. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sicherheits- und umwelttechnisch bringt diese Kühlmethode weitere Vorteile. Flüssiger Stickstoff ist unbrennbar, ungiftig und es entstehen keinerlei Abfallprodukte.
Das Kühlen mit flüssigem Stickstoff kommt bei den unterschiedlichsten Anwendungen zum Einsatz – beispielsweise im medizinischen Bereich bei der Langzeitlagerung biologischer Proben, in der Lebensmitteltechnik zum Frosten und Kühlen oder im Automobilbau beim Schrumpfen von Ventilsitzringen. Hier wird entweder flüssiger Stickstoff (Siedepunkt bei Umgebungsdruck –196 °C) oder verdampfender Stickstoff verwendet.
Unterkühlt für besondere Anforderungen
Für spezielle Anwendungen wie zum Beispiel das Kühlen von empfindlichen Bauteilen wie Monochromatoren in Synchroton- Strahlengängen oder geometrisch ungünstig geformten oder sehr langen Bauteilen wie HTSL-Kabeln (HTSL = Hochtemperatur-Supraleiter) kommen geschlossene Kühlsysteme (Closed Loop) zum Einsatz. Dabei ist es wichtig, dass der flüssige Stickstoff am Verbrauchsort nicht siedet. Gasblasen im Kühlsystem würden störende Vibrationen auslösen. Der Kryotechnik-Spezialist Cryotherm hat dazu zuverlässige und wartungsarme Closed Loop-Systeme entwickelt, die hohe Kühlleistungsreserven durch eine konstante Vorlauftemperatur bieten. Sie bestehen aus einem geschlossenen Leitungssystem mit unter Druck stehendem flüssigen Stickstoff, der in einem Bad mit Flüssigstickstoff unter Normaldruck abgekühlt wird. Die unterkühlte Flüssigkeit wird in Einphasenströmung zum Verbraucher und zurück gepumpt. Diese kompakten und transportablen Kreislaufsysteme sind insbesondere im vollautomatischen Dauerbetrieb eine effiziente Kühlmethode.
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