VCW-Jahrestagung 2026
13.11.2026 - 13.11.2026
Frankfurt, Germany
„Chemie Made in Europe: Zwischen Wettbewerbsdruck und Wandel“
Die europäische Chemieindustrie steht an einem Wendepunkt. Globale Krisen, Überkapazitäten in der klassischen Petrochemie, hohe Energiekosten, begrenzte Rohstoffverfügbarkeiten und eine zunehmend komplexe Regulatorik im Kontext ambitionierter Klimaziele setzen den Standort Europa massiv unter Druck. Gleichzeitig wächst der Anspruch, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und Nachhaltigkeit im Sinne einer Grünen Chemie miteinander zu vereinen. Vor diesem Hintergrund stellen sich zentrale Fragen:
- Mit welchen Technologien, Strategien und Prioritäten kann die chemische Industrie in Europa nicht nur bestehen, sondern sich langfristig erfolgreich und resilient positionieren?
- Welche Transformationen sind notwendig, um aktuelle und zukünftige Krisen nicht nur zu überstehen, sondern aktiv zu gestalten?
- Wie kann Europa verhindern, dass Versorgungsengpässe bei Energie oder Rohstoffen zu existenziellen Risiken für ganze Wertschöpfungsketten werden?
Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle von Forschung und Innovation:
- Wo müssen wir gezielt investieren, um technologische Führung und Wettbewerbsstärke zu sichern?
- Sind Industrie, Politik und Gesellschaft bereit, die dafür notwendigen finanziellen Mittel aufzubringen und klare Prioritäten zu setzen?
- Gleichzeitig ist kritisch zu hinterfragen, welche aktuellen Forschungsthemen tatsächlich das Potenzial für Veränderungen besitzen und welche öffentlich stark propagierten und geförderten Entwicklungen nach fundierter volkswirtschaftlicher Analyse eher de-priorisiert oder neu bewertet werden sollten.
Die Vereinigung für Chemie und Wirtschaft (VCW) als Fachgruppe der GDCh bietet als Netzwerk an der Schnittstelle von Chemie, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaft und Gesellschaft ein Forum für genau diese Fragestellungen. Auf der VCW-Jahreskonferenz am 13. November in Frankfurt Höchst (Provadis Hochschule) diskutieren Vertreter aus Unternehmen, Forschung, Politik und Gesellschaft aus unterschiedlichen Perspektiven, welche technologischen, ökonomischen und regulatorischen Weichenstellungen jetzt erforderlich sind. Ziel ist es, gemeinsame Strategien zu identifizieren und zu priorisieren, um die Resilienz und Zukunftsfähigkeit der europäischen Chemieindustrie nachhaltig zu stärken.
Weitere Infos zum Programm und zur Anmeldung unter: http://www.gdch.de/vcw2026