08.09.2013 • News

USA prüfen Korruptionsvorwürfe gegen Glaxo in China

Wegen der Korruptionsvorwürfe in China droht dem britischen Pharmakonzern Glaxosmithkline (GSK) nun auch Ärger mit den US-Behörden. Das amerikanische Justizministerium prüfe etwaige Rechtsverstöße von GSK, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. US-Firmen dürfen laut Gesetz auch bei Geschäften im Ausland keine Schmiergelder zahlen. GSK ist auch als britisches Unternehmen davon betroffen, weil es an der New Yorker Börse gelistet ist.

Das US-Justizministerium schaue sich bereits die Geschäftspraktiken von GSK in anderen Ländern an und tue dies nun zusätzlich im Fall der jüngsten Vorwürfe aus China, sagte ein Insider. Experten sprachen am Freitag von einem Routineschritt. Den Insiderinformationen zufolge sind die US-Ermittlungen gegen GSK Teil einer umfassenden Untersuchung der Geschäftspraktiken von Arzneimittelherstellern in China. Das US-Justizministerium lehnte eine Stellungnahme ab. Ein GSK-Sprecher erklärte, das Unternehmen habe das Ministerium nach Beginn der Ermittlungen in China kontaktiert und befinde sich mit diesem weiter in Gesprächen.

Die chinesischen Behörden werfen dem Konzern vor, über Reisebüros Bestechungsgelder an Ärzte geschleust zu haben. Vier chinesische GSK-Manager wurden von der Polizei festgenommen. Ins Visier der Ermittler gerieten in der Volksrepublik auch die Pharmakonzerne Novartis aus der Schweiz, Sanofi aus Frankreich sowie Eli Lilly aus den USA.

 

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