US-Behörde prüft Bayer-Krebsmittel schneller

Bayer kann in den USA auf eine raschere Zulassung seines Krebsmittels Nexavar in einem weiteren Einsatzgebiet bauen. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA sicherte Deutschlands größtem Arzneimittelhersteller zu, seinen Antrag zum Einsatz des Medikaments zur Behandlung von fortgeschrittenem Schilddrüsenkrebs vorrangig zu prüfen, wie Bayer am Dienstag miteilte. Die FDA wird somit den Zulassungsantrag innerhalb von sechs Monaten statt der sonst üblichen zehn Monate bearbeiten. Nexavar ist bereits zur Behandlung von Nieren- sowie Leberkrebs in vielen Ländern auf dem Markt. Der Leverkusener Konzern erzielte mit dem Präparat im vergangenen Jahr 792 Mio. € Umsatz.

Der Wirkstoff Sorafenib des Präparats hemmt über ein Enzym das Wachstum von Tumorzellen. Zugleich greift die Substanz in die Gefäßneubildung ein und unterdrückt damit die Blutversorgung des Tumors. Nach einer früheren Einschätzung des Chefs der Bayer-Pharmasparte, Andreas Fibig, könnte Nexavar im Therapiefeld Schilddrüsenkrebs einmal in der Spitze auf Jahreserlöse von rund 150 Mio. € kommen. Damit würde sich Nexavar - alle Therapiegebiete zusammengenommen - in Richtung eines Blockbusters mit Umsätzen in Milliardenhöhe bewegen.

Schilddrüsenkrebs ist die sechsthäufigste Krebsart bei Frauen. Sie erkranken dreimal so häufig daran wie Männer. Jedes Jahr werden weltweit mehr als 213.000 neue Fälle von Schilddrüsenkrebs diagnostiziert. Pro Jahr sterben etwa 35.000 daran. Die Überlebensraten bei fortgeschrittenem Schilddrüsenkrebs sind nach wie vor gering.

 

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