05.05.2015 • News

Syngenta profitiert von Übernahmespekulationen

Monsanto hat einem Bericht der Agentur Bloomberg zufolge einen neuen Anlauf für einen Zusammenschluss mit Syngenta genommen. Die Syngenta-Aktien schossen an der Börse in Zürich am Montag 8% auf 340 CHF hoch.

Monsanto war Insidern zufolge im vergangenen Jahr mit Kaufabsichten bei Syngenta abgeblitzt. Doch die Amerikaner hätten nie aufgegeben und wollen die Fusion durchziehen, sagte ein mit der Geschäftsstrategie des Unternehmens aus St. Louis vertrauter Banker der Nachrichtenagentur Reuters. Monsanto sei sich bewusst, dass es schwierig werden könnte, den Deal den Behörden schmackhaft zu machen. Beide Konzerne lehnten eine Stellungnahme ab.

Analysten zufolge würden die beiden Konzerne gut zusammenpassen und eine Fusion dürfte nicht auf unüberwindliche Hindernisse stoßen. Bedenken dürften die Kartellbehörden am ehesten in den USA und bei Mais- und Sojasaaten haben. Eine führende Saatgutfirma kombiniert mit dem führenden Hersteller von Pflanzenschutzmitteln würde sicher einen Branchenführer in der Agrarbranche schaffen, erklärten die Analysten von Barclays.

Syngenta ist der weltgrößte Hersteller von klassischen Pestiziden gegen Insektenbefall, Unkräuter und Pilze. Monsanto ist führend bei Saatgut und vor allem für seine gentechnisch veränderten Maissorten bekannt. Sollte es zu einem Zusammenschluss kommen, würde ein Branchenriese mit einem Jahresumsatz von mehr als 30 Mrd. USD entstehen. An der Börse ist Monsanto mit rund 56 Mrd. USD deutlich mehr wert als die Schweizer, die es auf umgerechnet 31 Mrd. USD bringen.

In dem Sektor läuft ein Konzentrationsprozess. Jüngst veräußerte die dänische Auriga Industries ihr Pflanzenschutzgeschäft für 1,8 Mrd. USD an die US-Firma FMC und Platform erwarb den Konkurrenten Arysta LifeScience für 3,5 Mrd. USD. Bayer hält trotz stark gefestigter Branchenstrukturen weitere Übernahmen und Fusionen für möglich.

 

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