02.02.2011 • News

Roche bremst Erwartungen für 2011

Roche stellt sich nach einem nur leichten Gewinnanstieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf schwierigere Zeiten ein. 2011 sollen die Gruppe und die Pharmasparte in lokalen Währungen im unteren einstelligen Prozentbereich wachsen, bremste Roche-Chef Severin Schwan am Mittwoch allzu hohe Erwartungen. 2011 und 2012 sind laut Roche Übergangsjahre. Danach rechnen die Baseler wieder mit besseren Zeiten. Als Gründe für den verhaltenen Ausblick nannte Schwan die Gesundheitsreform in den USA sowie die europäischen Sparmaßnahmen. In den vergangenen Jahren hatte der führende Hersteller für Medikamente zur Behandlung von Krebs meist ein mittleres bis hohes einstelliges Umsatzwachstum in Aussicht gestellt und beim Ergebnis mit deutlich zweistelligen Steigerungen überrascht. Die Aussagen zum Ausblick wurden an der Börse mit Enttäuschung aufgenommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr fielen die Erlöse um drei Prozent auf 47,47 Mrd. CHF (36,68 Mrd. € ). 2010 endete die Sonderkonjunktur für das Grippemittel Tamiflu, mit dem Roche 2009 noch einen Umsatz von 3,2 Mrd CHF erwirtschaftet hatte. Verschiedene Regierungen hatte Tamiflu auch zur Bekämpfung der Schweinegrippe geordert. Diese Nachfrage fiel 2010 weg - der Umsatz brach in der Folge ein und lag bei 873 Mio. CHF. 2011 dürfte Tamiflu laut Schwan nur noch 200 bis 300 Mio. CHF einbringen. Unter dem Strich wies der Novartis-Konkurrent 2010 trotz erheblicher Kosten für den Konzernumbau einen Gewinnanstieg von vier Prozent auf 8,89 Mrd. CHF aus.

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