09.04.2019 • News

Merck bei Versum am Ziel?

Mkgaa1920x1080.jpg
Mkgaa1920x1080.jpg

Möglicherweise kann Merck den feindlichen Übernahmeversuch des US-amerikanischen Elektronikmaterialzulieferers Versum Materials gegen den Mitbieter Entegris „kampflos“ gewinnen. Der Vorstand des 2016 vom US-Industriegashersteller Air Products & Chemicals abgespaltenen Chemiegeschäfts bestätigte am 8. April, dass das verbesserte Barangebot von Merck in Höhe von 53 USD pro Aktie - gegenüber den Ende Februar angebotenen 48 US-Dollar pro Aktie - als "Superior Proposal" im Sinne des Fusionsvertrags zwischen Versum und Entegris vom Januar 2019 anzusehen sei.

Das neue Angebot von Merck schätzt Versum auf 6,4 Mrd. USD. Der Darmstädter Konzern hat sich auch bereit erklärt, die Nettoverschuldung von Versum zu übernehmen, die laut Berichten bis zu 700 Mio. USD betragen könnte.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters war Merck-Chef Stefan Oschmann nach einem Treffen mit Versum-CEO Seifi Ghasemi bereit, den Einsatz zu erhöhen.

Entegris kann allerdings noch bis zum 11. April den bestehenden Fusionsvertrag mit Versum anpassen. Das in Massachussets ansässige Unternehmen hat jedoch bekannt gegeben, dass es keine Pläne hat, sein ursprüngliches Angebot von 42,43 USD pro Aktie zu erhöhen. Bei Kündigung der Vereinbarung mit Entegris ist Versum verpflichtet, Entegris eine Trennungsgebühr von 140 Mio. USD zu zahlen.

Das feindliche Angebot des Darmstädter Familienunternehmens vom 27. Februar überraschte den Markt und das Versum-Management und wurde zunächst vom Board des US-Unternehmens abgelehnt. Merck wandte sich daraufhin direkt an die Versum-Aktionäre.

Zur Finanzierung der Übernahme hat der Darmstädter Konzern mit der Bank of America Merrill Lynch, BNP Paribas Fortis und der Deutschen Bank eine Vereinbarung geschlossen.

Versum Materials mit Hauptsitz in Tempe, Arizona, beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter an 14 Standorten in Asien und Nordamerika und erzielte 2018 einen Umsatz von rund 1,4 Mrd. USD. Das Portfolio umfasst hochreine Chemikalien und Gase, Zuführsysteme, Dienstleistungen und Technologien für die globale Halbleiter- und Displayindustrie.

Merck, das bei der Herstellung von Flüssigkristallen für Displays weltweit führend ist, plant die Integration des Geschäfts in seine Sparte Performance Materials, zu der neben anderen Produkten auch Chemikalien und Lösungsmittel zu Herstellung von Mikrochips gehören.

Anbieter

Logo:

Merck KGaA

Frankfurter Str. 250
64293 Darmstadt
Deutschland

Kontakt zum Anbieter







From Lab to Market Challenge

Jetzt abstimmen: Die besten Chemie-Start-ups Deutschlands
Wählen Sie Ihren Favoriten unter den Finalisten

Jetzt abstimmen: Die besten Chemie-Start-ups Deutschlands

Die „From Lab to Market Challenge" bringt die vielversprechendsten Gründerteams aus Chemie, Materialwissenschaften und industrieller Biotechnologie zusammen. Ab dem 1. Juni können Sie auf CHEManager.com öffentlich über die Finalisten abstimmen – bevor die Preisverleihung mit 10.000 Euro Preisgeld am 25. Juni entschieden wird.

Innovation Pitch

Die Start-up-Plattform für Chemie und Biowissenschaften
Entdecken Sie die Innovatoren von morgen

Die Start-up-Plattform für Chemie und Biowissenschaften

CHEManager Innovation Pitch unterstützt Innovationen in der Start-up-Szene der Chemie- und Biowissenschaften. Die Plattform ermöglicht es Gründern, Jungunternehmern und Start-ups, ihre Unternehmen der Branche vorzustellen.

Meist gelesen

Photo

OQ Chemicals firmiert künftig wieder als Oxea

Der bis Mai 2020 unter dem Namen Oxea bekannte Hersteller von Oxo-Zwischenprodukten und Oxo-Derivaten, der zwischenzeitlich zum Omanischen Energieunternehmen OQ gehörte und unter dem Namen OQ Chemicals firmierte, kehrt zu seinem alten Namen und seinen Wurzeln zurück.